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Die Ortsdurchfahrt in Finsternthal ist schmal, weist kaum Bürgersteige auf und ist abschüssig. Darum fordert der Ortsbeirat seit langem verkehrsberuhigende Maßnahmen.

Gemeindevertretersitzung

Auch wegen der Coronavirus-Pandemie: Verkehrsberuhigung in Finsternthal kommt nicht voran

Der Beschluss ist bereits mehr als fünf Jahre alt, die erste Rückmeldung stammt vom Jahresende 2019 - und trotzdem ist in Sachen Verkehrsberuhigung in Finsternthal bis jetzt nichts passiert. Warum?

Weilrod. Der Ellbogencheck ersetzt in diesen Zeiten den Handschlag. Mit einem solchen verpflichtete Parlamentsvorsteher Mario Lauth (FWG) den neuen Gemeindevertreter der CDU David Vonrath bei der jüngsten Sitzung des Weilroder Parlaments am Donnerstagabend im Bürgerhaus von Emmershausen zur gewissenhaften Erfüllung seiner Aufgaben. Vonrath ersetzt Yannick Dreyer, der zu Ende Oktober sein Mandat niedergelegt hatte.

Coronavirus-Pandemie verzögert Rückmeldung des Hochtaunuskreises

Im Rahmen der mündlichen Anfragen forderte Diana Schöneich (FWG) von Bürgermeister Götz Esser (FWG) einen Sachstandsbericht zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt von Finsternthal. Auf den Antrag in der Gemeindevertretung hierzu aus dem Jahr 2016 gebe es nur eine kurze Rückmeldung, dass die Baumaßnahmen Ende Januar 2019 im Landratsamt mit den zuständigen Behörden besprochen worden und jetzt in Planung seien. Durch die Corona-Pandemie habe sich die Rückmeldung des Hochtaunuskreises verzögert. »Das ärgert mich genauso wie Sie«, gab Esser zu. Bei jeder Verkehrsschau spreche er das Thema an. In den Jahren 2023 bis 2025 solle die Kreisstraße Finsternthal-Mauloff saniert werden, kündigte er an, in diesem Zuge könnten dort Baumaßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchgeführt werden.

Der Antrag der Grünen, ein Budget zur Fraktionsfinanzierung bereit zu stellen, wird seinen weiteren Weg gehen. Eva Holdefer (Grüne) begründete den Antrag mit Ausgaben der Fraktionen für Fachliteratur, Schulungen, Büromaterial und Raummieten für Fraktionssitzungen oder Klausurtagungen. Wie Dr. Markus Hammer (FWG) erläuterte, brauche es dazu eine Satzungsänderung und Richtlinien für die Verwaltung. Nächste Instanz sei der Gemeindevorstand. Diesem Weg stimmten alle zu.

Anregungen zur Entwicklung eines „Weilroder Mehrgenerationenplatzes“

Auf eine Initiative Hasselbacher Jugendlicher sowie der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes durch Milena Beck, Christina Stupp und Jenny Anger ging der gemeinsame Antrag von FWG und SPD zurück. Sie regten an, einen »Weilroder Mehrgenerationenplatz« zu entwickeln. Es solle ein Konzept für die stufenweise Entwicklung einer solchen Anlage bestehend aus Sportfeld für Fußball und Basketball, Skatepark, fest installierten, wetterfesten Sportgeräten, Schach- und Mühlefeld sowie Sitzgelegenheiten erarbeitet werden.

Wie Christian Weiß (FWG) betonte, sei eine gute Verkehrsanbindung wichtig, damit sich hier Jung und Alt treffen könnten. Armin Klimmek (SPD) fügte hinzu, es könne ein Arbeitskreis aus Vertretern aller Ortschaften, Vereine, Jugendgruppen und dem Seniorenbeirat gebildet werden, damit dies von allen gemeinsam getragen werde. Gunnar Breier (Grüne) sah das Problem eben in den 13 Ortsteilen und befürwortete nicht eine zentrale Anlage, sondern zwei oder drei in unterschiedlichen Ortsteilen. Seine Anregung alle Ortsbeiräte einzubeziehen, wurde abgelehnt.

Aber mit 19 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen der Grünen wurde der Hauptantrag angenommen. Ohne weitere Aussprache wurden schließlich einstimmig die Zisternensatzung, die Änderungen der Abfallsatzung, der Wasserversorgungssatzung sowie der Entwässerungssatzung beschlossen.

Sabine Neugebauer

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