+
Aus Herbert Wischmanns Vortrag über alte Berufe: Kunrads Otto (Otto Wick) und Schmitz August (August Ziemer) beim Aufbrennen eines neuen Hufeisens. Am Hornbild des Hufes kann der Schmied ersehen, ob das Hufeisen sitzt oder noch etwas Horn nachgeschnitten werden muss.

Ausflüge in die Vergangenheit

Weilrod (red). Corona und kein Ende: »Uns schmerzt es sehr, dass wir Sie seit so langer Zeit nicht mehr persönlich zu einem Vortragsabend begrüßen konnten. Daher haben wir uns entschieden, Ihnen auf dem digitalen Weg einige Vorträge zum kostenfreien Download zur Verfügung zu stellen.« Das schreibt der Geschichtsverein Weilrod auf seiner Homepage www.

geschichtsverein-weilrod.de.

Wer also einen Bummel durch die Geschichte der Großgemeinde mit ihren 13 Ortsteilen unternehmen möchte, klickt einfach auf die Überschriften oder das jeweils daneben stehende Foto. Die Teilnahme an den Vorträgen des Vereins ist kostenlos und offen für jedermann.

Die Themen sind vielfältig: René Landsee, Karl-Otto Kilb und Sabine Preußer etwa bieten eine Überblick über die Mühlen im Weilroder Gemeindegebiet an, stellen unter anderem Landstein, Muckenschmiede, Mappesmühle, Erbismühle, Gertrudenhammer und Finsternthäler Dorfmühle vor. Man erfährt, was wo gemahlen und gefertigt wurde und auch, welche Techniken dabei eingesetzt wurden.

Sabine Preußer nimmt ihre Zuhörer zudem mit auf eine kurzweilige geschichtliche Reise entlang der Weil von der Quelle bis zur Mündung, stellt unter anderem den Weiltalweg vor, berichtet von den Spuren der Römer und dem einst geplanten Weiltal-Stausee, besucht die Burgen Reifenberg, Hattstein und Weilstein sowie die ehemalige jüdische Gemeinde in Schmitten.

Reise zu den alten Berufen

Die Geschichte der Gespanne stellt Klaus Nass vor. Ottmar Armbruster berichtet über sein Leben und Wirken auf der Mappesmühle. Herbert Wischmann nimmt die Besucher mit auf eine Reise zu den alten Berufen - vom Hufschmied über bis zum Bierbrauer, vom Wagner bis zum Korbmacher. Zudem präsentiert er einen reichen Bilderbogen historischer Aufnahmen aus den Dörfern.

Immer wieder von besonderem Interesse ist die umfangreiche Arbeit von Karl-Otto Kilb, Sabine Preußer, Richard Stahl und Herbert Wischmann unter der Überschrift »So erlebten die Weilorder die Weltkriege«. Neben einer Chronik der Kriege finden sich auch Berichte über bewegende Einzelschicksale sowie interessante Fotos aus der Heimat.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema