Eigenes Bier für Gemeindejubiläum

Weilrod (as). Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest »50 Jahre Weilrod« kommenden Mai nehmen wieder Gestalt an. Die Mitglieder des Festausschusses trafen sich erstmals virtuell per Zoom-Konferenz. Bürgermeister Götz Esser (FWG) sagte, man könne jetzt durchaus bereits konkret werden, denn das Gemeindeparlament habe im Rahmen seines Haushaltsbeschlusses das ursprünglich auf 25 000 Euro begrenzte Festbudget auf 40 000 Euro aufgestockt.

Damit lasse sich schon etwas anfangen, andererseits sei es auch nicht schlimm, wenn am Ende noch etwas übrig bleibe. Des Jahrestages, als 1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform aus 13 Weiltaldörfern die Großgemeinde Weilrod geschmiedet wurde, soll in festlicher, kultureller, aber auch flüssiger Form gedacht werden: Es wird neben kulturellen Highlights mit viel Musik und etwas Historie auch ein kulinarisches geben.

Gebraut mit heimischem Wasser

Esser hat gemeinsam mit Christian Ochs einen besonderen Plan geschmiedet. Denn der verdient sein »flüssiges Brot« als Braumeister des Bad Homburger Kronenhofs der Familie Hans-Georg und Christine Wagner. Er hat schon so manches »Laternenfestbier« gebraut und wird nun, mit Unterstützung der Wagners, vermutlich kommenden März ein Weilroder Jubiläumsbier einbrauen. Ein »modernes, süffiges Helles«, wie er in der Zoom-Konferenz ankündigte. Das Besondere an diesem Bier wird aber nicht nur das noch zu entwerfende Weilroder Jubiläums-Label sein. »Wir haben beschlossen, dass es nicht mit Bad Homburger, sondern mit echtem Weilroder Wasser gebraut wird«, verriet Esser. 2000 Liter soll es voraussichtlich geben, zum Teil in schmucken Literflaschen mit Bügelverschluss abgefüllt, die sich, so Esser und Ochs, sehr gut als Erinnerungsgaben für Ehrengäste beim Jubiläumsempfang eignen dürften. Und auch die Trachtengruppe und eine Blaskapelle aus dem Chiemgau und vom Samerberg, Hasselbachs heimlicher Partnerregion, dürften Durst mitbringen. Ihre Anreise wird von den jeweiligen bayerischen Gemeinden bezahlt, Weilrod muss lediglich für die Unterkunft und die Ernährung der Schuhplattler, Schnalzer und Blasmusikanten sorgen, in fester, sicher aber auch in flüssiger Form. »Das passt doch, dann bekommen sie endlich einmal ein gutes Helles, ich bin sicher, es wird ihnen schmecken«, freut sich Christian Ochs, seine Braukunst auch einmal auf den bayerischen Gaumenprüfstand stellen zu können.

Freunde und alle Bürgermeister a. D.

Besprochen wurden am Donnerstag aber noch weitere Programmpunkte des Jubiläumsfestes, in das auch der Europatag 2022 des Hochtaunuskreises eingebunden sein wird. So wird es einen Festkommers geben, zu dem auch Abordnungen der Weilroder Partnerkommunen Billy-Berclau und Drei Gleichen erwartet werden. Zum offiziellen Festabend werden auch alle noch lebenden ehemaligen Bürgermeister der Weiltalgemeinden eingeladen. Vorgesehen ist ferner, während der Feierlichkeiten auch Rückverschwisterung mit den thüringischen Freunden zu feiern. Die Partnerschaft mit Drei Gleichen war 2020 am 3. Oktober in Drei Gleichen besiegelt worden.

Feuerwerk zwischen Burg und Schloss

Am 3. Oktober könnte sich, so der Plan, zum Ende des Jubiläumsjahres ein Simultanfeuerwerk zwischen Schloss Neuweilnau und Burg Altweilnau mit dem »Weiltal als Bühne dazwischen« anschließen. Gedanklich schon weit gediehen sind ein großes Schützen-Bürgerfest mit allen Weilroder Schützenvereinen voraussichtlich in Riedelbach sowie ein Sportfest im Weilpark, an dem alle Weilroder Sportvereine teilnehmen werden.

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