Feuerwerk zum Gemeinde-Jubiläum

Weilrod (as). Der zur Vorbereitung der Feierlichkeiten aus Anlass des 50. Geburtstags der Großgemeinde Weilrod eingesetzte Festausschuss tendiert mehrheitlich dazu, die am 6. Mai beginnende Festfolge am 3. Oktober mit einem Höhenfeuerwerk abzuschließen und damit gleichzeitig die am Einheitstag 2020 im thüringischen Drei Gleichen besiegelte Partnerschaft mit Weilrod optisch zu unterstreichen.

Die offizielle Rückverschwisterung soll bereits im Rahmen der Jubiläumsfeier am 7. Mai in Anwesenheit von hochrangigen Vertretern aus Drei Gleichen mit Bürgermeister Jens Leffler (CDU) an der Spitze erfolgen.

Reicht auch eine Festbeleuchtung?

In der virtuellen Ausschusssitzung am Donnerstag äußerte Sabine Preußer gewisse Bedenken gegen ein Feuerwerk beziehungsweise gab ihr aus der Altweilnauer Bevölkerung zugetragene Vorbehalte weiter. Es gebe dort nicht nur Befürworter eines Feuerwerks, sondern auch Ideen, Burg Alt- und Schloss Neuweilnau stattdessen lediglich festlich zu illuminieren. Zu bedenken sei auch, dass Weilrod nicht nur zu den wald-, sondern auch hundereichsten Kommunen in Hessen zähle. Gerade Hunde litten stark unter dem Feuerwerkslärm.

Drohnenballett wäre unbezahlbar

Bürgermeister Götz Esser (FWG) räumte ein, dass es wie bei allem auch beim Feuerwerk Freunde und Gegner gebe, berief sich aber darauf, dass sich der Festausschuss bereits in der vorangegangenen Sitzung deutlich für ein Feuerwerk ausgesprochen habe, sofern sich dieses im Rahmen halte. Eine attraktive Illuminierung von Burg und Schloss sei auch nicht billiger als ein Feuerwerk, und ein Drohnenballett, wie kurzzeitig diskutiert, einfach unbezahlbar.

Das Feuerwerk, so weit ist das mit einem Pyrotechniker bereits besprochen, wird etwa 15 Minuten dauern, abwechselnd vom Parkplatz Schloss Neuweilnau und dem Gelände von Burg Altweilnau abgebrannt und so einen von mehreren Ortsteilen aus sichtbaren Lichtbogen über dem Weiltal spannen.

Die Hoffnung, dass das Jubiläum im Mai gemeinsam mit dem in Weilrod ausgerichteten Europatag des Hochtaunuskreises stattfinden kann, es Corona also zulässt, ist groß. Dennoch verständigte sich der Festausschuss bereits jetzt darauf, das Fest, insbesondere so weit es im Zelt stattfindet, unter 2G-plus-Bedingungen durchzuführen, vorausgesetzt, es gibt dann keine anderen landes- oder bundesweiten Pandemieregeln. 2G plus sei zwar wegen des Kontrollaufwands schwieriger durchzusetzen, werde den Besuchern aber Sicherheit bringen und mehr Gästen Zutritt zu den Veranstaltungen, besonders zu dem Musikabend, ermöglichen.

2G plus im Festzelt

Um einen vierstündigen Auftritt beworben hat sich beim Organisationsteam bereits die in Weilrod schon bekannte achtköpfige »Bockband« aus Gründau. Anfragen bei weiteren Coverbands laufen noch.

Die von Ulrich Graf vorgetragene Idee der Weilroder CDU, im Zusammenhang mit der Jubiläumsfeier gleichzeitig auch das 50-jährige Bestehen ihres Ortsverbandes zu begehen, stieß bei Bürgermeister Götz Esser auf, wie er es formulierte, »Zurückhaltung«.

Zurückhaltung von Parteien verlangt

Beim Europatag könnten und sollten sich zwar Weilroder Vereine und Organisationen im Festzelt mit Informationsständen präsentieren, was sicher auch für Parteien gelten könne, eigene Jubiläumsfeiern seien damit aber wohl eher nicht gemeint, zumal auch noch andere Parteien in diesem Jahr 50 würden. Er wolle dies aber mit dem Hochtaunuskreis, der bei der Organisation des Europatags die Federführung hat, besprechen.

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