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Ortsbeirat Altweilnau beklagt Informationsdefizit zu Neubaugebiet Neuerborn und anderen Themen

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Im Baugebiet Neuerborn geht es baulich voran, doch gibt es noch so viele Interessenten, wie anfangs gedacht? FOTO: NEUGEBAUER © Sabine Neugebauer

Der Altweilnauer Ortsbeirat beklagt einen Mangel an Information und Kommunikation seitens der Gemeinde Weilrod. Wichtigstes Thema ist das Neubaugebiet Neuerborn.

Weilrod-Altweilnau. Einen Mangel an Information und Kommunikation beklagte der Altweilnauer Ortsbeirat bei seiner jüngsten Sitzung im evangelischen Gemeindehaus. Und das insbesondere in Bezug auf das Neubaugebiet Neuerborn. Ortsvorsteher Kurt Kolodziejczyk (FWG) konnte zwar mitteilen, dass der Bauantrag zum Heizkraftwerk gestellt, die Fertigstellung bis Ende September geplant sei und das Heizwerk somit zur Heizperiode in Betrieb gehen könne.

Was kostet die Fernwärme im Neubaugebiet Neuerborn?

Wie Wolfgang Esau (CDU) vom Gemeindevorstand sagte, verpflichte sich jeder Käufer mit dem Kaufvertrag Fernwärme zu beziehen. Aber: »Es gibt augenblicklich noch keinen Preis«, bedauerte Sabine Preußer (FWG) und meinte damit einen Grundpreis für den Anschluss an das Heizwerk. »Das ist nicht in Ordnung«. Zwar kursierten Preise, aber die seien viel zu hoch.

Außerdem wolle der Ortsbeirat wissen, wie viele Interessenten für Baugrundstücke es denn überhaupt noch gebe. Auch hier gebe es Gerüchte, wonach nicht einmal für die Hälfte der Grundstücke Käufer gefunden seien. Das liege unter anderem daran, dass die Übertragung der Grundstücke von den Alteigentümern auf die Gemeinde noch nicht vom Grundbuchamt in Königstein durchgeführt wurde. Somit könnten die Grundstücke ja auch noch nicht weitergegeben werden. »Es ist doch wichtig, dass wir junge Leute herbekommen und dann legen wir ihnen solche Steine in den Weg«, ärgerte sich Preußer. Um das Informationsdefizit zu beseitigen, regte der Ortsbeirat an, den Entwickler des Baugebiets um einen Info-Abend zu bitten.

Solch eine Informationsveranstaltung wünscht sich der Ortsbeirat auch zum Thema Landstein und »Burgenweg«. Das sind zwar Projekte von Naturpark und Hochtaunuskreis, aber da beides Altweilnauer Gemarkung betreffe, möchte man gerne über die Planungen zeitnah in Kenntnis gesetzt werden. »Toll, dass man so einen Weg machen will, aber das ist für mich kein Burgenweg«, bemängelte Preußer die Benennung. Denn der Weg solle Ruine Landstein, eine ehemaligen Wallfahrtskirche, Burg Altweilnau und Schloss Neuweilnau verbinden. Außerdem habe es hier nie ein Kloster gegeben, sagte sie im Hinblick auf die Pläne, den Weg mit einem Mönch zu kennzeichnen. Es gebe nur die Sage von den Roten Mönchen.

Altweilnau bewirbt sich mit Sportplatz als Standort für einen Mehrgenerationenpark

Einen Prüfantrag, den von der Gemeinde Weilrod angedachten Mehrgenerationenpark auf dem Altweilnauer Sportplatz einzurichten, hatte Armin Klimmek (SPD) vorformuliert. »Wir wollen uns bewerben, damit nach 50 Jahren endlich mal etwas nach Altweilnau kommt«, betonte er. Kolodziejczyk hatte eingangs der Diskussion mitgeteilt, dass die Gemeinde 10 000 Euro für eine ergebnisoffene Studie zum Standort eines solchen Mehrgenerationenparkes in Auftrag gegeben habe.

Der Sportplatz sei das ideale Gelände dafür, ergänzte Klimmek: eine notwendige, gerade Fläche, Duschen, Toiletten, Beleuchtung, eine Bushaltestelle und Parkplätze in der Nähe. Und auch die Vorsitzende des TuS Weilnau, Gabi Böff, erläuterte, dass der Platz weitgehend brach liege. Es finde kein Spielbetrieb der Fußballer dort mehr statt. Auch sie bemängelte: »Es fehlt eine offene Kommunikation mit dem Bauamt«. Sie freue sich, wenn der Platz eingebunden werde in die Planung des Neubaugebiets und für jeden zugänglich gemacht werde. »Wir vom Sportverein stehen voll und ganz dahinter«, bestätigte sie noch einmal.

Weitere Informationen zum Thema Torturm angemahnt

»Wer gießt die Blumenkübel?«, wollte Preußer wissen. Denn im Vorfeld der 50-Jahr-Feier Weilrods wurden am Landstein und am Egertshammer Waschbetonblumenkübel seitens der Gemeinde aufgestellt und bepflanzt. Aber auch in Altweilnau blüht es, die Dorfgemeinschaft hat Sommerblumen gekauft und an einigen Stellen im Dorf gepflanzt. Nur die Fläche am Wiegehäuschen sei noch nicht zur Zufriedenheit gestaltet. »Von dem, was wir gesetzt haben, ist nichts angegangen«, bedauerte Preußer.

Weiteren Informationsbedarf sieht der Ortsbeirat beim Thema Torturm. Nachdem jetzt der Efeu beseitigt wurde, sei noch die Zugangsmöglichkeit zum Innenraum ungeklärt. Hier sei Bürgermeister Götz Esser (FWG) am Zug, noch einmal das Gespräch mit der Anliegerin zu suchen.

Janina Hinze teilte mit, dass die »Beine-Baumel-Bank« fertig sei und aufgestellt werden könne. Für die Aufstellung einer weiteren Bank müssten aber erst die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks geklärt werden.

Sabine Neugebauer

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