Glasfaser in Weilrod steht auf dem Prüfstand

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WEILROD - (inf). In einigen Teilen des nördlicheren Taunus, wie beispielsweise in Weilrod, ist eine Digitalisierung zusammen mit einem Breitbandausbau nötig. Denn dort liegen bislang noch keine Glasfaserkabel, weil für Unternehmen, wie beispielsweise die Deutsche Telekom, eine Anbindung von Flächenkommunen im ländlichen Raum einfach durch die schiere Ausbreitung der einzelnen Wohnhäuser nur wenig interessant ist.

Mit der Tatsache, dass die großen Telekommunikationsunternehmen ihren Ort "wegignorieren", hat sich die Weilroder Gemeindeverwaltung bereits vor Jahren nicht zufriedengegeben. In Gesprächen zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen Deutsche Glasfaser wurde vereinbart, jeden Weilroder Ortsteil an das Glasfasernetz anzuschließen - wenn sich 40 Prozent der jeweiligen Haushalte für eine Anbindung über die Deutsche Glasfaser entscheiden. Das Unternehmen würde dann den aufwendigen Ausbau übernehmen. "Mit dem andauernden Homeoffice sicherlich ein wichtiger Punkt, um Weilrod auch in den kommenden Jahren Standortvorteile zu verschaffen und attraktiv für Handwerk, Dienstleistungen und junge Familien zu sein", so das Unternehmen.

Am Samstag, 20. März, endet die Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser - dann entscheidet sich, welcher Ortsteil eine Glasfaseranbindung bekommen kann und welcher womöglich leer ausgeht. Auch wenn im Vorfeld viel dafür geworben wurde, liegen bislang sechs der Ortsteile immer noch unter der 40-Prozent-Marke: Altweilnau (31 Prozent), Neuweilnau (33), Cratzenbach (35), Riedelbach (30), Niederlauken (35) und Rod an der Weil mit 29 Prozent. Lediglich in Emmershausen (41 Prozent), Hasselbach (41), Oberlauken (52) und Gemünden (42) wurde die Marke von 40 Prozent geknackt. Trotzdem zeigen sich Bürgermeister Götz Esser (FWG) und auch Jennifer Epp von der Deutschen Glasfaser optimistisch, dass das Endziel von 40 Prozent noch erreicht und der Ausbau zustande kommen werde. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich in den vergangenen Tagen noch viele Kunden für einen Anschluss entscheiden", sagt Epp. Und selbst, wenn in einem Ortsteil keine 40 Prozent zustande kommen sollten, bewerte das Unternehmen auch die Gesamtregion. Wenn es also einzelne Ortsteile gebe, bei denen deutlich mehr als 40 Prozent zustande kommen könnten, so würde schließlich die Geschäftsführung darüber entscheiden, ob der Ausbau wirtschaftlich und möglich ist. "Erfahrungsgemäß kommt das Projekt bei so großem Interesse und solch positiver Rückmeldung, wie sie in Weilrod besteht, dann doch zustande", erklärt Jennifer Epp.

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