Götz Esser feiert am Rosenmontag runden Geburtstag

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WEILROD - (inf). Vermutlich jeder, der in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert, hätte sich - wenn es nach ihm oder ihr gegangen wäre - mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür andere Umstände ausgesucht.

Dies betrifft auch Weilrods Bürgermeister, Götz Friedrich Theodor Esser, dessen Geburtstag sich an diesem Montag, dem Rosenmontag, zum 50. Mal jährt. "Eigentlich hatte ich schon vor einigen Jahren gesagt, dass es eine große Faschingsgeburtstagsfeier hier in Weilrod geben soll. Doch nun kommt alles anders", sagt Esser gegenüber dem Usinger Anzeiger. Das bedeutet: Sein runder Geburtstag wird ganz anders als gedacht gefeiert - nämlich im allerengsten Kreis der Familie. Und das, obwohl Esser immer betont, dass er ja, trotz aller Liebe zu seiner Heimat Weilrod, ebenso Köllsches Blut in den Adern hat und der zugibt, dass es in ihm eine durchaus große, närrische Ader gibt. "Am liebsten wäre ich, wenn ich gekonnt hätte, der Buur geworden. Er symbolisiert die Wehrhaftigkeit von Köln und ist der Schlüsselträger, der Beschützer", gesteht Götz Esser. Attribute, die ihm selbst recht gut zu Gesicht stehen, denn ein Prinz oder eine Jungfrau, wie die anderen Figuren des Kölner Dreigestirns heißen, sei er wohl eher nicht.

Esser, der am 15. Februar 1971 in Usingen zur Welt kam und in Weilrod aufwuchs, verhehlt nicht, dass in ihm eine große Liebe zu der Heimat seiner Vorväter, Köln, wohnt. "In den Ferien war ich oft bei meinen Großeltern zu Besuch. Das hat abgefärbt", erklärt er.

Dennoch fühlt er sich in seiner Heimat sehr verwurzelt. Nachdem er zuerst im Usinger Land zur Schule ging und seine Schullaufbahn mit der Mittleren Reife beendete, war für den Weilroder früh klar, dass er ins Druckerhandwerk einsteigen würde. "Ich liebe das Arbeiten mit Papier, den Geruch nach Farbe, wenn man in die Druckerei hineinkommt", beschreibt Esser, warum er das gleiche Handwerk, wie sein Vater lernte. Schon früh half er in der Druckerei aus. "Natürlich wäre ich lieber ins Kino gegangen, aber es gab bei uns immer etwas zu tun", erinnert sich Esser.

Politik spielte im Hause Esser übrigens immer eine große Rolle, vor allem am Esstisch. Zunächst war Esser auch in der Jungen Union, wechselte später jedoch in die FWG. Kommunalpolitisch war Esser seit Jahren aktiv, zuerst im Ortsbeirat Neuweilnau, dann in der Gemeindevertretung, schließlich sogar als Parlamentschef, bis er 2017 Bürgermeister wurde. Den Schritt zur Bürgermeisterkandidatur hatte Esser sich zusammen mit seiner Frau Tatjana sehr gut überlegt. "Ich wollte gerne unsere Gemeinde aktiv mitgestalten", erläutert er seinen Schritt.

Um abzuschalten frönt er seinem Hobby, der Musik. Er selbst spielt Tuba - und findet, dass das Instrument sehr gut zu ihm passt. Zudem hört er leidenschaftlich gerne Rockmusik. Entspannung findet Esser vor allem in der Natur und kann dort zur Ruhe kommen. Hoffentlich auch an diesem Montag.

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