SPD Weilrod: "Wir halten Wort"

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WEILROD - (kh). Unter dem Motto "Wir halten Wort" ist die SPD-Weilrod in den Kommunalwahlkampf gestartet. "Dieses Thema wurde bewusst von uns gewählt, weil sich der Bürger, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft auf das gegebene Wort der Weilroder SPD verlassen kann", so Armin Klimmek, der auf Listenplatz 2 antritt. Am Beispiel Windkraftausbau wird das Motto seiner Ansicht nach besonders deutlich:

"Hier wurde im Juni 2017 einstimmig von allen Fraktionen beschlossen, keine zusätzlichen Windkrafträder mehr auf dem Gemeindegebiet zu errichten." Begründung damals: Weilrod habe mit den vorhandenen Windkraftanlagen seinen Beitrag zum Klimawandel mehr als erfüllt. "Noch in der gleichen Legislaturperiode wurde durch die gleichen Gemeindevertreter/innen im Juni 2020 dieser Beschluss von den Fraktionen FWG, CDU und Teilen der Grünen gekippt, um den Weg für weitere Windkraftanlagen frei zu machen. In der gleichen Zeit wurde auch die Absicht, die Personalkosten nicht steigen zu lassen nicht eingehalten", so Klimmek.

Nicht von ungefähr steht daher die SPD-Forderung nach einem Bürgerentscheid zum Ausbau von weiteren Windkraftanlagen an erster Stelle des Wahlprogramms. Weitere zentrale Punkte: kostenfreie Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser für Vereine, Baulandpreise auf verträglichem Niveau halten, kleinere Bauflächen in allen Ortsteilen und keine Konzentration in nur einem Ortsteil, flexible Betreuungszeiten in Kindergärten und Grundschulen und der Ausbau der digitalen Infrastruktur mit Glasfaser, um der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gerecht zu werden.

Weiter fordert die SPD Weilrod Abschaffung der Straßenbeiträge und Einführung der wiederkehrenden Beitragsveranlagung für Straßenneubaumaßnahmen, einen Bürgerbus, um Einkaufen und Arztbesuche zu erleichtern, und eine aktive Senioren-Politik verbunden mit einem selbstbestimmten und altersgerechten Wohnen in Weilrod. Die Wiederaufforstung des Waldes nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten steht ebenso auf der Agenda der Sozialdemokraten wie die gezielte Nutzung von Förderprogrammen von Bund- und Land, um die Attraktivität der Ortsteile zu steigern. Mit der Verbesserung der ausgewiesene Rad- und Wanderwege soll schließlich der Tourismus in Weilrod gefördert werden.

Als "unverständlich und nicht verantwortbar" bezeichnet die SPD es, in der Corona-Pandemie eine Kommunalwahl in Hessen durchzuführen: "Das Virus kennt keine hessische Verfassung und macht am 14.03.2021 keine Pause." Die Politik genehmige sich hier Ausnahmen, welche man Privatpersonen untersage. Was in Thüringen mit der Verschiebung der Landtagswahl möglich gewesen sei, sollte nach SPD-Meinung auch in Hessen machbar sein. So aber verspiele die Politik Vertrauen.

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