Weilroder Grüne für mehr Windkraft

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WEILROD - (kh). Nach der Vorstellung ihrer Kandidatenlisten für die Kommunalwahl haben die Weilroder Grünen jetzt ihr Programm für die Kommunalwahl präsentiert. "Wie freuen uns darauf, frischen Wind, neue Ideen und auch Altbewährtes auszubauen und in der nächsten Legislaturperiode auf den Weg zu bringen", so die Partei, die sich bei ihrer Arbeit von einem ihrer Gründungsgedanken leiten lassen wollen, der da heißt:

"Global denken, lokal handeln".

Golfplatzbewässerung

Ihre Ziele haben die Grünen in einem Flyer zusammengefasst, der auch über die Homepage https://grueneweilrod.de/ abgerufen werden kann. Unter der Überschrift "Klimaschutz fängt vor Ort an" verlangen sie die umfassend ökologische Ausrichtung der Forstwirtschaft und die nachhaltige Wiederaufforstung des heimischen Waldes. Neben der Beendigung der Entnahme von Grundwasser zur Bewässerung des Golfplatzes sollen Anreize und Pflichten für einen sparsameren Wasserverbrauch eingeführt, Flächen entsiegelt und mehr Solarenergie auf kommunalen Dächern und Freiflächen installiert werden.

Ferner stehen erste Schritte zu einem klimaneutralen Fuhrpark der Gemeinde auf der Agenda, der Bau weiterer Windkraftanlagen auf den ausgewiesenen Windvorrangflächen in Weilrod, ein nachhaltiges (Elektro-)Mobilitätskonzepte, Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen und die Aktivierung gemeindlicher Grünflächen und deren Nutzung als Blühstreifen, Blühwiesen und Refugien für Insekten.

Im Bereich "Kinder- und Jugend" verlangen die Grünen, die U3-Betreuung mit mehr Plätzen und flexibleren Modellen voranzubringen und den gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz ab einem Jahr zu erfüllen. Weitere Punkte in diesem Zusammenhang: eine stärkere Flexibilität der Betreuungszeiten in den Kindergärten, der Ausbau der Nachmittagsbetreuung und die Senkung der nach Ansicht der Partei zu hohen Kitagebühren. Schließlich fordern sie die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments und die stärkere finanzielle Förderung der Jugendarbeit der Weilroder Vereine.

Im Feld "umweltfreundliche Mobilität" verfolgen die Weilroder Grünen den Ausbau und die Erhöhung der Sicherheit von Radwegen, die Wiederherstellung des Weiltalwegs mit autofreien Anschlusswegen in die Ortsteile, sichere Schulwege zu Fuß und mit dem Rad, weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen in allen Ortsteilen sowie die Besucherlenkung durch Ausweisung und Herstellung von Parkmöglichkeiten.

Für große Diskussionen hat in der Vergangenheit in der Gemeinde Weilrod die Siedlungspolitik gesorgt. Bei diesem Thema haben die Grünen programmatisch festgeschrieben, keine großen Baugebiete mehr auszuweisen, sondern die Innenentwicklung voranzutreiben. Kleinere Baugebiete sollten in allen Ortsteilen bei Bedarf geschaffen werden.

Personalkosten

Im Zusammenhang mit der Baulandpolitik verlangen die Grünen im Bereich Finanzen, dass bei der Baulandpreiskalkulation für das Baugebiet Neuerborn die Kosten für den folgenden Ausbau der Infrastruktur berücksichtigt werden müssen. Um die Gemeindefinanzen zu stärken, muss nach Meinung der Partei die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden verbessert werden. Wörtlich heißt es im Programm, die Grünen wollten "die nur noch auf dem Papier existierende Zusammenarbeit der Bauhöfe von Schmitten und Weilrod reaktivieren". Was zuletzt für Aufregung sorgte, auch aufgrund eines Leserbriefes im Usinger Anzeiger, greifen die Weilroder Grünen mit ihrem Ziel auf, "die extrem gestiegenen Personalkosten wieder in den Griff" zu bekommen". Schließlich kann auch dieser Punkt im Grünen-Programm mit einer Portion Unzufriedenheit im politischen Umgang miteinander gewertet werden: Die Partei verlangt, "wieder zu offenen und intensiven Diskussionen in den öffentlich tagenden politischen Gremien" zurückzukehren sowie Weilroder Bürger/innen zu informieren und in Entscheidungsprozesse einzubinden.

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