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Weniger los als sonst

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Beliebte Anlaufstelle: Auch Wirtschaftsförderer Oliver Lorenz (rechts) sieht sich im Schuhhaus Weidner um. © Red

Neu-Anspach . Ab Montag gilt für Geschäfte die 2 G-Regel, da hätte man doch annehmen sollen, dass viele, darunter vor allem Menschen ohne Impfschutz, noch einmal in die Geschäfte stürmen. Dem war aber größtenteils nicht so: Zum jüngsten Late-Night-Shopping am Freitagabend in Neu-Anspach waren die Straßen rund um die Läden eher ruhig, und es war weniger los als bei anderen Angeboten dieser Art.

Allerdings gab es auch wenig Anlaufstellen, und das alte Neu-Anspacher Problem der auseinanderliegenden Geschäftslagen wird ebenso wie das zum Ausgehen wenig einladende Wetter dazu beigetragen haben.

Dort, wo die Geschäftsleute nach der üblichen Ladenschlusszeit noch für die Kunden da waren, lohnte es sich aber einzutreten. In die Genussdiele beispielsweise, dort gab es Glühwein und Waffeln, was beides auch draußen verzehrt werden konnte. Die Bedenken über die ab Montag geltenden Regeln treiben den Betreiberinnen nur bedingt Falten auf die Stirn. Der Unverpackt-Laden verkauft Dinge des täglichen Bedarfs, darauf war das Hygienekonzept auch die ganze Zeit schon abgestimmt. Ähnliches gilt für die meisten Geschäfte im Feldbergcenter, ausgenommen des Geschenke-Ladens und des Damenbekleidungsgeschäfts. Vor allem in Letzterem herrschte vielleicht gerade deshalb noch einmal reges Kundentreiben. Überdies war festzustellen, dass die Ladenzone im Erdgeschoss des Feldbergcenters in diesem Jahr sehr schön dekoriert ist und damit ein wenig das sonst vom abgesagten Nikolausmarkt versprühte Flair etwas kompensiert. Der Hexenwerk-Friseursalon kommt mit den neuen Zugangsbeschränkungen auch klar. Mitarbeiterinnen und Stammkunden seien ohnehin geimpft, hieß es, und wer zur »Late Night« die Gelegenheit beim Schopf packte, konnte sich gleich an Ort und Stelle zum günstigen Late-Night-Tarif bei einer Waffel oder Getränk stylen lassen.

Wirtschaftsförderer Oliver Lorenz, der mit dem Gewerbeverein der Kleeblattstadt engsten Kontakt pflegt, war auch unterwegs und schaute fast überall rein. So auch im Schuhhaus Weidner, einem Selbstläufer sowohl in der Late Night als auch an normalen Tagen. Shopping verbinden die meisten mit dem Einkauf in Ladengeschäften, aber dabei muss es nicht bleiben: Shop im Shop ist das Stichwort, und so waren zur Einkaufsnacht auch Hörgeräte Götz im und das Autohaus Erlenhoff vor dem Laden präsent, wo viele nach oder vor dem Einkauf bei einem Glühwein verweilten.

Gut besuchter Mini-Markt

Mit der Poststelle im Shop bleibt auch das Haus der Geschenke, Fachgeschäft für Haushaltswaren und mehr, »Wörner und Schmitt«, vom strengen 2 G-Reglement verschont, aber, so Inhaberin Rebecca Trenczek, mit Maske und Hygiene nehme man es dennoch sehr genau.

Um die Ecke liegt bekanntlich das Gasthaus »Zur Linde«, das ist zwar kein Ladengeschäft und ab Sonntag nur für 2 G-Gäste im Lokal offen, aber im Hof, im Sommer ein beliebter Biergarten, war am Wochenende ein Mini-Weihnachtsmarkt, der recht gut besucht war. Auch hier konnte man sich mit einem Glühwein warmhalten und die vielen Krippen bewundern, die den Eingang flankieren. Der »Figurenwald« in Wehrheim hatte sie mit weiteren weihnachtlichen Figuren zur Schau gestellt. Der hätte sich auch gerne auf größeren Weihnachtsmärkten präsentiert, aber bekanntermaßen sind solche in diesem Jahr rar.

Die Pop-Corn-Bar ist zurzeit wenigstens in der Bad Homburger Louisenstraße mit einem mobilen Verkaufsstand vertreten, hatte aber zur Late Night den kleinen Laden gleich neben der Linde geöffnet, und der gepoppte Mais entpuppte sich als Ganzjahres-Snack mit winter- und weihnachtlicher Note: karamellisiert etwa mit Zimt oder anderen Gewürzen.

Wer den Abend nutzte, konnte so seine Entdeckungen machen, Geschenke oder Nützliches aufstöbern und sich in kleineren Runden einen Glühwein schmecken lassen wie weiland auf dem Nikolausmarkt. Frank Saltenberger

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