Wernard kontert Kritik aus Michelbach

Michelbach (bur). Der Bericht über die Tagung des Ortsbeirates war gerade erschienen, da griff Bürgermeister Steffen Wernard schon zum Telefon. Denn nicht alles, was im Ortsbeirat an Themen und Äußerungen von der Politik kam, findet sein Gefallen. Eigentlich geht es um zwei Themen. »Wenn im Protokoll zu finden ist, dass niemand von der Verwaltung respektive dem Magistrat anwesend war, stimmt das nicht.

Wir hatten einen Vertreter gesandt, der allerdings als Stadtverordneter notiert wurde. Fest steht: Will ein Ortsbeirat mich oder jemanden aus einem der Ämter direkt bei der Sitzung dabei haben, ist dies mit einer entsprechenden E-Mail ans Rathaus ohne Probleme möglich«, sagte Wernard.

Multifunktionsplatz: Geduld gefragt

Er ging auch noch einmal auf den Multifunktionsplatz ein, der bisher zwar vom Beirat gewünscht ist, aber nicht im Haushalt zu finden ist. »Hier geht es um Zuschüsse. Geht es nach mir, würde jeder Stadtteil einen solchen Platz erhalten, zusätzlich zu den vorhandenen Sportflächen. Klar ist aber auch, dass wir solche Maßnahmen in das anstehende und vom Land geförderte Investitionsprogramm aufnehmen, und so lange hier keine Fakten geschaffen sind, ist Geduld gefragt.« Man müsse sich dann aber auch über Pflege und Folgekosten unterhalten.

Unerwünschte »Nebenwirkungen«

Dass solche Plätze gerade bei der Jugend beliebt sind, zeigt ein Blick nach Neu-Anspach. Dort wird ein entsprechend eingehauster Sportplatz bestens genutzt, aber auch mit entsprechenden »Nebenwirkungen«, wie die Vergangenheit dort zeigte. Oft gab es Ärger mit Nutzern, die bis spät in die Nacht dort spielten und für manchen Verdruss bei Anwohnern sorgten. Wernard: »Ich stehe hinter solchen Angeboten, bitte aber um Geduld bis die dafür möglichen Zuschüsse abgeklärt sind.«

Nicht mehr abklären muss der Verwaltungschef den Wunsch nach einem neuen Brunnen, dessen Versetzung genauso wie die Einrichtung eines neuen Brunnens einfach zu teuer kommt. In der Haushaltslage und durch die anstehenden hohen Investitionen sei dafür momentan kein Spielraum.

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