Wernborn: Glasfaserausbau wird Geduldsspiel

Wernborn (msc). Wann kommt Wernborn beim Glasfaserausbau endlich an die Reihe? Ortsvorsteher Heiko Selzer (CDU) kannte die Antwort.

»Wir sollten eigentlich im November direkt nach Kransberg dran sein«, berichtete er während der Ortsbeiratssitzung in der Eichkopfhalle. Jetzt sei aber Eschbach vorgezogen worden, weshalb es in Wernborn frühestens im März losgehe. Selzer erklärte, dass erst Usingen komplett fertiggestellt werde, inklusive der Korrektur der dann anstehenden Baumängel. Genauso laufe der Glasfaserausbau in Kransberg und in Eschbach. »Vielleicht wird sogar noch Michelbach vorgezogen«, erklärte er und riet dem Ortsbeirat, abzuwarten. Nach Abschluss der Arbeiten dauere es immer noch rund eineinhalb Jahre, bis Wernborn ans Netz genommen werde, teilte er mit.

Um besseren Internet-Empfang für die Jugend ging es auch Jürgen Maibach (SPD). »Wenn sie nicht mal ein Fußballspiel sehen können, ist das Juz kein Magnet mehr für sie.« Wenn das mit dem Ausbau noch rund zwei Jahre dauere, sei es zu spät. Es müsse doch Möglichkeiten für moderne Technik geben, meinte er - weshalb der Ortsbeirat nun bei der Stadt nachhaken will.

Durchfahrt zugeparkt

Bei einer Begehung des alten Ortskerns war dem Gremium aufgefallen, dass die Durchfahrt durch geparkte Autos erschwert wird. »Die Feuerwehr wird bald auf das Problem aufmerksam machen«, berichtete Heiko Selzer. Wenn nötig, werde auch ein Halteverbot ausgesprochen. Er wies auch darauf hin, dass die Anwohner im alten Ortskern im Winter einen Streifen am Haus von Schnee und Eis freihalten müssen, obwohl es dort keinen Gehweg gibt. Allgemein sei es Pflicht der Anwohner, den Gehsteig vor dem Haus sauber zu halten. Eine Bürgerpflicht, der leider nicht alle nachkommen. Selzer wünschte sich dazu eine bessere Kommunikation vonseiten der Kommune mit den Betroffenen. Dann müsse aber die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen, meinte Evy-Lise Strube (SPD) und erinnerte an das Gebiet am Spielplatz, wo die Linden ihre Blätter abwerfen und der Bauhof säubern müsste. Sie habe schon Fotos gemacht und ins Rathaus geschickt, worauf es immer noch rund zwei Wochen gedauert habe, bis etwas geschah, kritisierte sie.

Belästigung duch Hundegebell

Strube erinnerte auch an die starke Geräuschbelästigung durch Hundegebell. »Die Umgebung wird dadurch terrorisiert.« Ihre Beschwerde sei lediglich mit dem Rat, ein Lärmprotokoll zu führen, beantwortet worden. »Keiner fühlt sich zuständig.« Dies sei sehr unbefriedigend.

Was jetzt noch fehlt, sind »Kümmerer«. Im Zusammenhang mit der Verlegung des Glasfaserkabels sucht der Ortsbeirat Ansprechpartner für die Bürger, die alle Anfragen beantworten. Natürlich werde die Stadt dafür einen Obolus zahlen, sagte Selzer. Er bittet um Bewerbungen per E-Mail an obr-wernborn@gmx.de.

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