Wie man den Ansturm auf den Berg vermeiden will

Schmitten/Hochtaunus . Pünktlich zur Weihnachtszeit liegt auch in diesem zweiten Corona-Winter wieder Schnee auf dem Feldberg. Dies hat in der Vergangenheit, wie das letzte Jahr gezeigt hat, riesige Besucherströme aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet angezogen und für ein Verkehrschaos gesorgt. Die Bewohner Schmittens erinnern sich noch lebhaft an zugeparkte Garageneinfahrten, zuhauf weggeworfenen Müll und menschliche Hinterlassenschaften in den Vorgärten.

Damit die Lenkung des Besucherstroms in diesem Jahr besser läuft, dafür hat man nun in den Hochtaunusgemeinden mit einem ausgeklügelten Verkehrskonzept gesorgt, über das Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers Auskunft erteilt hat: »Wir haben uns mit den anderen Gemeinden des Kreises und dem Kreis zusammengesetzt und ein Konzept erarbeitet, das die Feldberggemeinden abdeckt und sogar bis nach Weilrod reicht«, erklärt Krügers.

Im ersten Schritt habe man die Kommunikationswege zwischen den Gemeinden überarbeitet, Abläufe nachjustiert und Ablaufpläne geschrieben. Doch natürlich hätten die Gemeinden schon ganz konkrete Maßnahmen im Auge: »Beispielsweise ist schon relativ klar, dass wir das Feldbergplateau an diesem Wochenende für Autos dichtmachen und die Verkehrswacht verstärkt im Einsatz sein wird.« Auch die Forstwege sollen stärker kontrolliert werden.

Je nach Besucheransturm haben die Gemeinden nun konzentrische Gebiete wie Ringe um den Feldberg gelegt, die bei Bedarf abgesperrt werden können. »Hinweise dazu, wie weit man zu einem Zeitpunkt ins Feldberggebiet einfahren kann, bekommen Anwohner und Besucher auf der Seite der Taunusinformation www.taunus.info. Diese Seite wird zeitnah aktualisiert und man kann dort sehen, wann welcher Ring befahrbar ist oder wann man einen größeren Umweg in Kauf nehmen muss«, erläutert Krügers weiter.

Mehr Toiletten und Mülleimer

In den nächsten Tagen sollen zudem vom Kreis mobile, digitale Anzeigetafeln an strategischen Punkten aufgestellt werden, die den Verkehr frühzeitig lenken sollen. »Diese Anzeigetafeln werden den ganzen Winter über beispielsweise an der Hohemark, dem Weiltal, bei Brombach oder Neu-Anspach stehen, also quer durch den Kreis verteilt und weisen selbst weit entfernte Besucher auf die entsprechende Verkehrssituation am Feldberg hin.«

Damit es künftig nicht wieder zu einer derartigen Ansammlung von Müll und menschlichen Hinterlassenschaften am Feldberg kommt, sollen an strategisch wichtigen Orten in den kommenden Tagen Mülleimer und mobile Toiletten aufgestellt werden. Am Imbisswagen des Skilifts in Oberreifenberg sind diese bereits im Einsatz und die Erfahrungen damit nur positiv, betont das Verwaltungsoberhaupt. »Gerade dieses Thema war für die Anwohner wichtig. Da musste eine Lösung gefunden werden«, sagt sie.

Und auch die Ordnungsbehörde sollen nun vermehrt auf Parksünder achten und die Straßen und Parkplätze im Auge behalten.

Auch um Sperrungen weitestgehend zu vermeiden, seien die Straßenränder und der Baumbestand frühzeitig kontrolliert worden, um Schneebruch zu verhindern. »Aber die Bäume sind immer noch geschädigt, Vorsicht ist also angebracht«, warnt die Bürgermeisterin.

Zudem legt sie allen, die auf den Feldberg fahren wollen, wärmstens die Busroute 57 ans Herz, die nun häufiger fährt. »Man kann ganz wunderbar mit dem Schlitten die Rodelpiste herunterfahren, in den Bus steigen und dann wieder herauffahren.«

Das könnte Sie auch interessieren