Windkraft: SPD will Bürger befragen

Weilrod (red). Auf der nächsten Sitzung der Weilroder Gemeindevertretung werden die Parlamentarier über den Abschluss von Verträgen mit Windanlagenbetreibern für zukünftige Windkraftanlagen in Weilrod diskutieren und abstimmen. Die SPD-Fraktion im Weilroder Gemeindeparlament kündigt nun an, dass sie beantragen wird, diesen Tagesordnungspunkt wieder abzusetzen.

Sie wollen zunächst die Weilroderinnen und Weilroder befragen, ob sie weitere Windkraftanlagen in Weilrod befürworten.

Nach Aussage des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Weilroder Gemeindeparlament, Dr. Stephan Wetzel, und seinem Stellvertreter Armin Klimmek bestehe der einzige Grund, der von den Befürwortern zukünftiger Windkraftanlagen in Weilrod angeführt werde, in der Hoffnung auf Mehreinnahmen für die Gemeinde. Die aktuelle Haushaltssituation zeigt aber gerade, dass Weilrod finanziell kerngesund und eine Konsolidierung des Haushaltes völlig unproblematisch ohne diese zusätzlichen Einnahmen möglich sei. »Es wurde gerade der achte ausgeglichene Haushalt in Folge vorgelegt«, so Klimmek und Wetzel.

Die SPD-Weilrod betont, sie sei nicht grundsätzlich gegen Windkraft. »Dem derzeit bestehenden Windpark mit sieben Anlagen haben wir mit voller Überzeugung zugestimmt. Zum damaligen Zeitpunkt haben aber alle politischen Gruppierungen in Weilrod den Weilrodern versprochen, dass es keine weiteren Anlagen geben wird«, betonen Klimmek und Wetzel. Damit sei auch ein gesellschaftlicher Konsens hergestellt. Bekräftig worden sei dies sogar durch einen einstimmigen Beschluss im Parlament.

Die Weilroder SPD fühle sich an diesen Beschluss gebunden und werde daher weiter darauf drängen, dass die Weilroder Bürgerinnen und Bürger beim Thema Windkraft das letzte Wort hätten. Wetzel und Klimmek kündigten weiter an, dass die SPD-Fraktion im Parlament gegen die Verträge stimmen werde, wenn die Mehrheit des Hauses eine Zurückstellung dieses Tagesordnungspunktes nicht mitträgt.

Das könnte Sie auch interessieren