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Wohin mit dem Christbaum? Der Überblick für das Usinger Land

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Von: Thomas Kopp

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Wo normalerweise viele Jugendfeuerwehren die ausrangierten Weihnachtsbäume einsammeln, macht Corona auch in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung - bei der Christbaum-Entsorgung sind stattdessen Kommunen und die Bürger selbst gefragt . SYMBOLFOTO: IMAGO © Imago Sportfotodienst GmbH

Mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am Donnerstag ist die Weihnachtszeit traditionell passé. Zeit, die Bäume zu entsorgen. Doch nicht alles läuft wie gewohnt. Schuld ist, zum zweiten Mal in Folge, Corona. Eine Übersicht über die Regelungen im Usinger Land.

Hochtaunuskreis. In Usingen, Neu-Anspach und Wehrheim wird in Sachen Abholung der Weihnachtsbäume alles wie gewohnt von den Kommunen übernommen. Die Abfuhr in Wehrheim erfolgt am Donnerstag und Freitag, 13. und 14. Januar. In Usingen ist die Abholung der Bäume ebenfalls für Freitag, 14. Januar, vorgesehen. In Neu-Anspach geschieht dies schon am Montag, 10. Januar, in allen Bezirken.

In der Gemeinde Grävenwiesbach werden die Weihnachtsbäume dagegen gar nicht abgeholt. Sie müssen seit jeher von jedem selbst auf der Grünecke entsorgt werden. Das teilt Sibylle Kutt vom Hauptamt auf Nachfrage mit.

In drei Ortsteilen von Schmitten geht es bereits morgen los

In Schmitten ist das anders: Aber auch in diesem Jahr holen die Jugendwehren der Gemeinde Schmitten wegen Corona nicht die abgeschmückten Weihnachtsbäume ab. Dies teilte Gemeindejugendwart Volker Niebergall mit. Vor Corona haben in beinahe allen Ortsteilen Floriansjünger die abgeschmückten Christbäume eingesammelt und zu den Grünecken gebracht. Diesen freiwillige Service müssen die Verantwortlichen auch in diesem Jahr absagen. Wie im vergangenen Jahr haben die Gesundheit der Nachwuchs- und Einsatzkräfte sowie die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Wehren Vorrang.

Laut Niebergall gibt es aber in drei Ortsteilen, und zwar in Niederreifenberg, Seelenberg und Dorfweil, private Initiativen, die bereits am Samstag, 8. Januar, die Weihnachtsbäume abholen. Die freiwilligen Helfer nehmen auch Spenden für die Jugendwehren entgegen. Denn der Feuerwehrnachwuchs hat in den Jahren vor Corona von vielen Bürgern für die ehrenamtliche Arbeit stets eine Belohnung bekommen.

Weihnachtsbäume zur Grünecke bringen oder kleingeschnitten in den Bio-Müll geben

Niebergall würde sich freuen, wenn auch ohne besonderen Anlass die Arbeit der Jugendwehren unterstützt wird. Wer das tun will, kann einen beliebigen Betrag auf das Konto der Gemeindejugendfeuerwehr bei der Nassauischen Sparkasse (IBAN: DE 96 5105 0015 3285 0031 60) spenden. Wer gezielt die Jugendwehr in seinem Ortsteil unterstützen will, der kann die Jugendwarte direkt ansprechen oder den Kontakt bei Volker Niebergall unter Telefon 0 60 82/93 01 09 erfragen.

In den anderen Schmittener Ortsteilen müssen die Weihnachtsbäume dagegen selbst auf die Grünecke gebracht werden, so wie in den Ortsteilen ohne Jugendfeuerwehr wie in Brombach, Hunoldstal, Oberreifenberg und Treisberg. Kleingeschnitten und in die Biotonne werfen geht aber auch, teilt Dieter Moses von der Abfallwirtschaft der Gemeinde mit. »Den Service mit dem Entsorger hatten wir bei der Ausschreibung mit den anderen sechs beteiligten Kommunen des Usinger Landes aus Kostengründen nicht eingeplant, zumal die Jugendfeuerwehren dadurch ja auch zu Spenden kommen.«

Spenden für die Jugendfeuerwehren sind trotz ausfallendem Einsatz willkommen

Auch die Weihnachtsbäume aus Weilroder Haushalten werden generell auf den Grünecken im jeweiligen Ortsteil entsorgt. In den vergangenen Jahren wurden die Bäume jedoch teilweise auch von den Feuerwehren eingesammelt, teilt Karin Schoepper von der Abteilung Finanzen der Gemeinde mit.

In Hasselbach klappt es trotzdem, weil Privatleute auch hier die Aufgabe übernehmen. Sie sind am morgigen Samstag ab 10 Uhr im ganzen Ortsgebiet unterwegs. Dazu heißt es auf Facebook auf der Seite der Jugendfeuerwehr Hasselbach: »Leider dürfen wir dieses Jahr aufgrund von Corona-Auflagen die Baumsammelaktion nicht selbst ausführen. Glücklicherweise haben sich aber Privatpersonen gefunden, die uns diese Aufgabe abnehmen.« Die Spenden gehen demnach zu 100 Prozent an die Jugendfeuerwehr Hasselbach. Wer die Jugendfeuerwehr weiter unterstützen möchte, kann eine Spende an folgende Bankverbindung überweisen: Freiwillige Feuerwehr Hasselbach e.V., IBAN: DE 80 5105 0015 0483 0639 70, Verwendungszweck: »Baum2022«. Die Jugendfeuerwehr Rod an der Weil hat mitgeteilt, dass auch in diesem Jahr keine Sammlung von Weihnachtsbäumen erfolgt.

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