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Wunderliche Kleingärtner verteidigen in Oberursel ihr Idyll

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Was kommt denn da für einer? Roland Ruppel, Barbara Semeras und Harald Tietz wundern sich über den Kleingärtner-Zuwachs Thomas Sterzel (v. l.).
Was kommt denn da für einer? Roland Ruppel, Barbara Semeras und Harald Tietz wundern sich über den Kleingärtner-Zuwachs Thomas Sterzel (v. l.). © szenenwechsl

Am Donnerstag ist Premiere der "Szenenwechsel"-Produktion "Alles was Recht ist"

Oberursel -Im gemütlichen Ebbelwoihof-Ambiente der Straußwirtschaft Alt Orschel am Marktplatz zeigt der Oberurseler Theaterverein "Szenenwechsel" von Donnerstag, 11., bis Samstag, 13. August, seine Kleingarten-Komödie "Alles was Recht ist.

14 Jahre sind ins Land gegangen, seit eine Reihe von Darstellern des "Szenenwechsel" im Ebbelwoi-Hof des Alt Orschel zum 500. Geburtstag der Glocke "Maria Crafft" im Turm von St. Ursula das Heimatspiel von der Rettung der Glocke im Dreißigjährigen Krieg aufführte und in vier Vorstellungen die Zuschauer emotional bewegte. Sie spielten damals in der "Neuen Bühne Oberursel", dem lockeren Zusammenschluss theaterbegeisterter Amateure, aus welcher 2019 - kurz vor der Coronapandemie - der Verein "Szenenwechsel" hervorgegangen ist. Diese Theaterleute waren es auch, die über Jahre Kinder und Erwachsene zu Grimm'schen Märchen zur Weihnachtszeit in die "Portstrasse" eingeladen und im Sommer das "Theater im Hof" im Alt Orschel geboten haben. Unvergessen sind die Anfänge mit "Die gestohlene Sau" und "Turbulenzen im Pfarrhaus" über das Kostümstück "Die Logenbrüder" bis hin zu dem bitterbösen Einblick ins bäuerliche Leben mit "Heiligs Blitzche" oder zu der Gaunerkomödie "Ein wahrer Held". Ungezählt sind die Zusatzvorstellungen, die aufgrund der hohen Nachfrage gegeben wurden. Das Theaterdinner im Rilano-Hotel konnte dank geschickter Programmauswahl fast nahtlos fortgesetzt werden, und mit "Alles was Recht" ist, knüpfen die Theaterleute vom "Szenenwechsel" wieder an die alten Zeiten im Alt Orschel an. Mit einem Stück, das voller Überraschungen steckt, manches Klischee vom Leben in der Kleingartenanlage bestätigt, den Zuschauer aber auch zum sich Wundern bringt über verzweifelte Methoden, die der brave Kleingärtner zur Aufrechterhaltung des Idylls zu ergreifen bereit ist. Wie das wohl ausgeht?

Szenenwechsel-Chefin Anna Altheim, die von Beginn an im Hof des Alt Orschel in tragenden Rollen und als Regieassistenz dabei war, hat "Alles was Recht ist" geschrieben und führt selbst Regie. Sie ist überzeugt, dass "das Stück genau in die heimelige Atmosphäre des Ebbelwoihofs passt. Mit den Auftritten der Schauspieler durch das Publikum im Hof und mit die Nähe zum Geschehen auf der Bühne werden die Zuschauer selbst zu Kleingärtnern, die sich die Augen reiben über ihren Vorstand und die Figuren, mit denen er sich einlässt." Es spielen Roland Ruppel, Barbara Semeras, Harald Tietz, Margit Altheim, Annette Sterzel, Thomas Sterzel, Torsten Leiss, Julia Semeras und die Vereinschefin Anna Altheim.

Hoföffnung und Bewirtung ist bei allen Vorstellungen von 18 Uhr an, Vorstellungsbeginn gegen 19.30 Uhr. Karten sind zum Preis von 16,50 Euro im Vorverkauf im Ticketshop Oberursel, Kumeliusstraße 8, im Internet unter www.frankfurtticket.de oder unter der Hotline (0 69) 134 04 00 erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse. red

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