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Zu kurz Grün

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Fußgänger haben zu lange Wartezeiten, wenn die Ampel Rot anzeigt. © Pieren

Usingen (map). Obwohl Bürger die öffentlichen Sitzungen des Ortsbeirats nutzen können, so werden diese kaum besucht. So auch bei der jüngsten Sitzung am Donnerstagabend.

Neben der Corona-Entwicklung gibt es derzeit durchaus auch andere Dinge, die die Bürger bewegen: Wochenlang staute sich der Autoverkehr an der Ampelkreuzung (B275/B456) vor dem Kortheuerhaus. Nachdem die neue Anlage von Hessen Mobil und der Verkehrsbehörde des Hochtaunuskreises abgenommen wurde, regt sich dennoch weiterhin Kritik.

Nun sind die Bürger sauer, die die viel befahrenen Bundesstraßen an dieser Stelle zu Fuß queren wollen. »Die Grünphase für Fußgänger ist extrem kurz«, so der an den Ortsbeirat herangetragene Verdruss. »Nach 18.30 Uhr ist sie wohl so geschaltet, dass Fußgänger extrem lange dort warten müssen - zum Teil bis zu zehn Minuten.«

10 Minuten Wartezeit

Nach Informationen von Ortsvorsteher Joachim Brötz (FWG) wurde dem Wunsch der Stadt nach einer Verlängerung des Fußgänger-Grüns bislang nicht stattgegeben. »Ein Sensor regelt je nach Verkehrslage automatisch die Grün- oder Rotphasen für den Autoverkehr«, berichtet Brötz und versprach, sich die Lage selbst einmal vor Ort anzuschauen.

Stadtrat Dieter Fritz (CDU) meinte, er könne auch nicht verstehen, warum die Ampelschaltung vor der Polizeistation für alle Verkehrsteilnehmer absolut reibungslos funktioniere, am Kortheuerhaus aber solche Probleme entstanden seien. Auch andere Ortsbeiratsmitglieder haben es nach eigenen Angaben nicht geschafft, während der Grünphase die Straße zu queren.

Weil die Straße von vielen Schulkindern genutzt werde und wegen ihrer Nähe zum Altenpflegeheim sei die Situation »unzumutbar«. Der Ortsbeirat will die Stadt nun erneut bitten, nochmals bei Hessen Mobil vorstellig zu werden.

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