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Zwei Knüpferinnen sind zu wenig

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Beim ersten Vernetzungstreffen für Engagierte überlegen Christiane Rega (von links), Elisabeth Buddeus-Steiff zusammen mit der Koordinatorin für Sozialraumorientierung Usinger Land, Janina Heuser, und Pfarrgemeinderat Norbert Hilligen, wie die bestehenden Angebote in Obernhain verknüpft und ergänzt werden können. © Ingrid Schmah-albert

Obernhain (sai). Es gibt schon vielfältiges ehrenamtliches Engagement in Obernhain, sei es in Vereinen oder Gruppen organisiert oder individuell von einzelnen Personen im kleineren Kreis und damit eher im Stillen stattfindend. Das wurde beim ersten Vernetzungstreffen für in Obernhain Engagierte deutlich, zu dem das Sozialraumprojekt Usinger Land gemeinsam mit der Pfarrei Sankt Franziskus und Klara eingeladen hatte.

Zum Auftakt Mäßiger Besuch

Mit diesem Vernetzungstreffen war das Ziel verbunden, die bereits Aktiven sowie Menschen, die sich zukünftig in Obernhain engagieren möchten, zusammenzubringen und um überhaupt erst einmal einen Überblick darüber zu bekommen, was es schon für Angebote gibt und welche Bedarfe es zu decken gäbe. Der Austausch sollte die Möglichkeit bieten, das bestehende Engagement Einzelner in den Blick zu nehmen und gemeinsam zu überlegen, wo sich durch eine engere Zusammenarbeit Chancen ergeben könnten, was es noch brauche, damit die Hilfsangebote gelingen und ankommen, an welchen Unterstützungsformen es vielleicht noch fehlt und wie sie geschaffen werden können.

Allerdings gestaltete sich dies etwas schwierig, denn zu dem Treffen waren mit Christiane Rega und Elisabeth Buddeus-Steiff nur zwei Obernhainerinnen gekommen. Zwar sind die beiden jeweils schon aktiv, wie etwa als Lebensmittelretterin und als Einkaufshelferin, im Kirchenvorstand der evangelischen Kirche oder bei den jährlichen Müllsammelaktionen im Ort. Aber sie sind nicht mit anderen Aktiven vernetzt.

»Eine solche Vernetzung untereinander und eine Verknüpfung der Aktivitäten würde ich gern anstoßen und eine Art Plattform dafür bilden beziehungsweise bieten«, machte Janina Heuser, Koordinatorin im Projekt Sozialraumorientierung Usinger Land, deutlich, worum es ihr bei dem ersten und »hoffentlich noch weiteren Treffen«, wie sie betonte, gehe. »Wir freuen uns ganz besonders, wenn auch Menschen dazukommen, die zukünftig aktiv werden wollen«, so Heuser.

Das Projekt Sozialraumorientierung Usinger Land wird gefördert aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie. Zusätzlich finanziert das Bistum Limburg das gemeinsame Engagement von Caritasverband Hochtaunus mit der Pfarrei St. Franziskus und Klara im Usinger Land. Aber es sei ein religions- und konfessionsunabhängiges Angebot, betonte Norbert Hilligen vom Pfarrgemeinderat, der in Wehrheim die Ökumene zusammen mit Pfarrer Matthias Laux voranbringt, pflegt und belebt.

In Obernhain gebe es bereits mehrere christlich geprägte ökumenische Gruppen, wie das Elternforum und den Ökumenischen Frauenkreis und auch das Senioren-Erzählcafé. Aber es sollten darüber hinaus auch die Menschen zueinanderfinden, die sich nicht einer kirchlichen Gruppe angehörig fühlen. Denn bei kirchlich organisierten Angeboten könnte die Hemmschwelle dann hoch sein und manche abschrecken, gab Rega zu bedenken.

Wichtig gerade in Corona-Zeiten

Klar sei aber gerade in Corona-Zeiten, dass die Menschen mehr Zuspruch brauchen und es daher wichtig sei, hier ak- tiver zu werden. Das könne dann durchaus auch die Kirche übernehmen, die im Lockdown aus Verantwortung gegenüber infektionsgefähr-deter, meist älterer Menschen zurückhaltender mit persön- lichen direkten Kontakten gewesen sei, wie Hilligen zugab.

Nach dem Auftakt-Abend für eine tiefer gehende Vernetzung und Zusammenarbeit soll ein digitales Anschlusstreffen Ende Januar stattfinden. Es wurde verabredet, dass bis dahin einzelne Punkte von den Teilnehmenden des Abends geklärt werden, wie unter anderem die Begrüßung von Neubürger/innen insbesondere durch die beiden Pfarreien, die Frage nach bestehenden Angeboten von Einkaufshilfen in Corona-Zeiten und die Vernetzung mit den Vereinen.

Wer in die Vernetzung einbezogen werden möchte, wendet sich an Koordinatorin Janina Heuser per E-Mail an heuser@caritas-hochtaunus.de oder telefonisch an 0160/96779663.

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