Wann kommt das Impfzentrum im Kreis Bad Kreuznach?

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KREIS BAD KREUZNACH - Im Kreis Alzey-Worms haben sie bereits zwei Hallen gefunden. In Alzey ist es die Fahrzeughalle des Deutschen Roten Kreuzes, verkehrsgünstig gelegen am Eingang zur Innenstadt. Ein Messebauer soll hier in den kommenden zwei Wochen alles soweit herrichten, dass spätestens ab dem 15. Dezember Menschen in einer Art Massenabfertigung gegen das Coronavirus geimpft werden können.

Von morgens bis in den späten Abend hinein, auch am Wochenende. Auch Worms hat bereits konkrete Pläne für das städtische Impfzentrum in der Nikolaus-Doerr-Halle vorgestellt. In 14 Impfkabinen, zwei davon barrierefrei, sollen dort ab Mitte Dezember Bürger mit dem Impfstoff versorgt werden. Die Stadt Mainz hat ebenfalls durchsickern lassen, dass das große Impfzentrum der Landeshauptstadt auf dem Hechtsheimer Messegelände an den Start gehen soll. Eine verwaltungsinterne Koordinierungsgruppe ist derzeit mit der Organisation des Projektes beschäftigt. Und im Kreis Bad Kreuznach?

Um die Frage zu beantworten, muss man woanders anfangen. Beim Land Rheinland-Pfalz. Um für den Tag X vorbereitet zu sein, an dem der Impfstoff gegen das Coronavirus offiziell zugelassen wird, hat die rheinland-pfälzische Landesregierung beschlossen, bis Mitte Dezember landesweit 40 Impfzentren aufzubauen. Mit genauen Vorgaben. Zum einen sollen die gewünschten Impfstationen in großen Hallen, leeren Büros oder freien Kliniken untergebracht werden. Dort müssen unter anderem funktionierende Heizungen, ausreichend Parkplätze sowie eine gut erreichbare Bus- oder Bahnhaltestelle vorhanden sein. Das Gebäude sollte zudem von der Polizei gesichert werden können, um den Impfstoff vor Dieben zu schützen. Kühlschränke, damit der vom Biotechnologie-Unternehmen Biontech entwickelte Impfstoff bei den notwendigen Minus 70 Grad gelagert werden kann, will das Land den Impfzentren stellen. So weit, so gut. Doch was heißt das denn nun für den Kreis Bad Kreuznach?

Diese Zeitung wollte von der Kreisverwaltung Bad Kreuznach am Donnerstag wissen, wie weit ihre Suche nach einem geeigneten Standort bereits fortgeschritten ist und welche potenzielle Hallen dafür in Fragen kommen. Des Weiteren umfasste die Anfrage Auskünfte nach der Zeit, die der Aufbau der Impfstation benötigte, wie teuer das Projekt vermutlich werden wird und wie viele Menschen pro Tag dort schließlich geimpft werden könnten.

Auf diese Reihe von detaillierten Fragen kamen als Antwort nur zwei Sätze zurück: „Aktuell laufen die Planungen an. Sobald diese fortgeschritten sind, werden wir allgemein darüber informieren.“ Die magere Antwort kann nun zweierlei bedeuten: Entweder der Kreis Bad Kreuznach will seine Pläne aktuell noch nicht verraten – oder er hinkt den Nachbarn aus dem Kreis Alzey-Worms in Sachen Impfzentrum hinterher.

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