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„Aus großer Höhe“: Nächster mysteriöser Todesfall in Russlands Elite

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Von: Fabian Müller

Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen aus dem Westen könnten Russlands Wirtschaft hart treffen. (Symbolbild)
Der Kreml: Russlands Machtzentrum. (Symbolbild) © Galina Barskaya/Imago

Schon wieder ist ein russischer Beamter unter ominösen Umständen tot aufgefunden worden. Die Zahl der mysteriösen Todesfälle nimmt weiter zu.

Moskau - Schon wieder ist in Russland eine bekannte Persönlichkeit unter ominösen Umständen ums Leben gekommen. Die russische Zeitung Iswestija berichtet, der ehemalige Leiter des Moskauer Instituts für Luftfahrt, Anatoli Geraschtschenko, sei bei einem Sturz in der Forschungsanstalt verstorben.

Der Zeitung zufolge soll der Wissenschaftler aus „großer Höhe“ gestürzt sein, dabei soll er mehrere Treppenstufen heruntergefallen sein. Die zur Hilfe gerufenen Sanitäter konnten nur noch den Tod feststellen, so die Zeitung. Zwischen 2007 und 2015 leitete Geraschtschenko das Moskauer Luftfahrt-Institut, in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod war er als Berater des Instituts tätig. In seiner Karriere habe er laut Iswestija mehr als 100 wissenschaftlich Artikel publiziert.

Nächster mysteriöser Todesfall in Russland: Ursache oft ungeklärt

Der Fall Geraschtschenko ist nicht der einzige mysteriöse Todesfall eines russischen Wissenschaftlers oder Oligarchen seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Im April sollen zwei russische Manager sich selbst und ihre Familien getötet haben, im Mai verstarb ein Oligarch nach dem Besuch eines Schamanen.

Im Juli wurde der Körper von Juri Woronow leblos aufgefunden, Woronow hatte Verbindungen zum russischen Staatskonzern Gazprom. Die Leiche des 61-Jährigen lag mit Schusswunde im Kopf im Swimmingpool seiner Villa in Sankt Petersburg. Im September verstarb ein hochrangiger Beamter, vermutet wird ein Zusammenhang mit Öl und Gas. Der 39-Jährige ist unter mysteriösen Umständen vor der Küste von Wladiwostok über Bord gegangen.

Video: Russland: Seltsame Todesfälle unter Managern

Ebenfalls im September sorgte der Tod von Wladimir Sungorkin für Aufsehen. Sungorkin war Chefredakteur der auflagenstärksten russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda und galt als einer der wichtigsten Unterstützer des Kremls in der Medienwelt. Der Journalist stand wegen seiner Nähe zur russischen Regierung seit April auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. (fmü)

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