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Wer Sprit spart, muss seltener an die Tankstelle – das schont die Umwelt und den Geldbeutel. (Symbolbild)

Extreme Kraftstoffpreise

Sprit sparen: Sieben Tipps halten die Tankrechnung niedrig

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Sprit sparen lohnt sich immer – es schont nicht nur der Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Diese sieben Tipps können helfen, die Tankrechnung zu senken.

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist vieles teurer geworden – besonders extrem merken Autofahrer die Preissteigerung aber an der Zapfsäule: Die Spritpreise sind seit Monaten im Höhenflug. Dennoch kann nicht jeder komplett auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Rad umsteigen. Deswegen sollte man beispielsweise vor der Fahrt an die Tankstelle auf die richtige Uhrzeit achten und Preise vergleichen – etwa mithilfe von Apps. Mindestens genauso wichtig ist es aber, Sprit zu sparen. Hier einige Tipps, die sich bereits einzeln auswirken – vor allem aber in der Summe:

Sprit sparen – Tipp 1: Die eigene Fahrweise optimieren

Es ist einer der simpelsten Tipps – und dennoch wohl einer der effektivsten: die Optimierung des eigenen Fahrstils. Wer ständig kräftig Gas gibt, um schon kurz darauf wieder abbremsen zu müssen, vergeudet wertvollen Kraftstoff. Durch eine vorausschauende Fahrweise lässt sich dies vermeiden – und der Schwung effektiv ausnutzen. Ebenfalls wichtig: Früh hochschalten und mit niedriger Drehzahl fahren.

Sprit sparen – Tipp 2: Luftwiderstand und Gewicht minimieren

Keine Frage: Natürlich ist es praktisch, einen Werkzeugkasten oder einen Tretroller immer dabeizuhaben – man weiß ja nie, wann man die Utensilien zufällig gerade mal braucht. Dennoch erhöht zusätzlicher Ballast den Spritverbrauch – laut ADAC braucht ein Fahrzeug pro 100 Kilo mehr zusätzliche 0,3 Liter Sprit auf 100 km. Deshalb lohnt es sich gerade vor längeren Fahrten überflüssige Gegenstände auszuladen. Auch Dachboxen sollte man nicht unnötig spazieren fahren, sie erhöhen nicht nur das Gewicht, sondern sorgen auch für einen größeren Luftwiderstand, was sich ebenfalls negativ auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.

Sprit sparen – Tipp 3: Motor bei längerer Standzeit abschalten

Moderne Autos haben in der Regel eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor im Stillstand abschaltet – was gelegentlich auch etwas nervig sein kann. Dennoch spart die Technik einiges an Sprit – im Leerlauf braucht ein Motor laut dem TÜV Nord zwischen 0,8 und einem Liter Sprit pro Stunde. Deswegen sollten auch Autofahrer mit Fahrzeugen ohne Start-Stopp-Automatik bei Standzeiten von voraussichtlich mehr als einer halben Minute (etwa an Bahnübergängen) den Motor abstellen.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Sprit sparen – Tipp 4: Unnötige Energiefresser ausschalten

Eine Klimaanlage ist heute in nahezu jedem Neuwagen Standard – und hat auch durchaus ihre Berechtigung. Denn an extremen Hitzetagen bleibt der Fahrer im gekühlten Fahrzeug leistungsfähiger und konzentrierter. Allerdings schluckt eine Klimaanlage auch ordentlich Sprit – der zusätzliche Verbrauch ist aber sehr stark von der jeweiligen Situation abhängig: Laut ADAC liegt der durchschnittliche Mehrverbrauch bei 10 bis 15 Prozent. Deswegen sollte man die Einschaltzeit auf ein notwendiges Maß reduzieren. Wer einige Tipps zur Kühlung von Autos beachtet, muss die Klimaanlage weniger bemühen.

Sprit sparen – Tipp 5: Auf den korrekten Reifendruck achten

Auch wenn einige Tankstellen inzwischen tatsächlich Geld fürs Reifen aufpumpen verlangen – am Ende zahlt sich der korrekte Reifendruck aus. Schon wer 0,3 Bar zu wenig im Pneu hat, steigert den Verbrauch des Fahrzeugs. Auch spezielle Energiesparreifen können den Verbrauch nach unten drücken.

Sprit sparen – Tipp 6: Fahrzeug regelmäßig warten

Eine Fahrzeuginspektion ist meist nicht ganz billig, kann aber manch deutlich teureren Folgeschaden vermeiden – und auch für einen niedrigeren Spritverbrauch sorgen. Denn manches Bauteil – wie etwa der Motorluftfilter – wirkt sich durchaus auf den Verbrauch aus. Auch regelmäßige Ölwechsel mit einem modernen Leichtlauföl verbessern die Verbrauchswerte.

Sprit sparen – Tipp 7: Kurzstrecken vermeiden

Es ist sehr bequem, gerade wenn das Wetter schlecht ist – doch Kurzstrecken sind ein extremer Spritfresser. Direkt nach dem Start kann ein normaler Mittelklassewagen hochgerechnet zwischen 30 und 40 Liter Kraftstoff schlucken. Erst nach einigen Kilometern normalisiert sich der Verbrauch. Deswegen lohnt es sich, vielleicht doch einmal zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen. (sep)

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