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Corona-Sommerwelle in Urlaubs-Hotspots angekommen – wo aktuell die meisten Neuinfektionen auftreten

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Von: Franziska Kaindl

In diesem Jahr wagen sich viele Reisende für ihren Urlaub wieder ins Ausland. Doch aktuell steigen gerade in beliebten Urlaubsregionen die Corona-Zahlen wieder an.

„Das Virus wird nicht verschwinden, nur weil Länder aufhören, es zu überwachen“, erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, kürzlich dem n-tv. Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die Verdreifachung der Infektionsfälle in Europa in den letzten Wochen mit Sorge – die Sommerwelle wird also zur Realität. Aktuell befindet sich der Großteil der Länder mit den höchsten Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern auf diesem Kontinent. Dazu gehören unter anderem Deutschland, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland und Österreich, wie eine Karte der WHO im letzten Wochenreport zeigt.

Sonnenuntergang auf Mykonos.
Viele Urlaubsregionen Griechenlands erleben aktuell einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen. © Dmitry Rukhlenko/Imago

Corona-Sommerwelle macht sich in griechischen Urlaubsregionen bemerkbar

Besonders in Griechenland zeigt sich, wie stark das Virus sich gerade in Urlaubsregionen ausbreitet. Von den aktuell steigenden Infektionszahlen seien vor allem junge Leute im Alter von 18 bis 24 Jahren betroffen, und diese Altersgruppe hauptsächlich in touristischen Regionen, so die griechische Gesundheitsbehörde am Montag.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt auf den Inseln Korfu, Kefalonia und Zakynthos im Ionischen Meer. Aber auch Kreta und die Region Attika samt der Hauptstadt Athen sind betroffen – ebenso die südliche Ägäis mit Inseln wie Mykonos, Rhodos, Kos und Paros. Den Experten zufolge gibt es jedoch auch Positives zu vermelden: Trotz steigender Infektionszahlen seien die Intensivstationen bisher nicht stärker belastet.

Die griechische Gesundheitsbehörde zählte am Sonntag binnen 24 Stunden rund 11.700 Neuinfektionen. Eine Woche zuvor waren es nur 3.700 neue Fälle. Griechenland hatte die meisten Corona-Maßnahmen zu Beginn der Touristensaison im Mai abgeschafft. Ausnahmen bilden der Gesundheitssektor mit Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie der öffentliche Nahverkehr. Dazu gehören auch die Fähren – in den Innenräumen der Schiffe muss weiterhin Maske getragen werden.

Auch Kluge rät angesichts der Sommerwelle dazu, dass Menschen sich bei Atemwegssymptomen isolieren und ihre Impfungen auf dem aktuellen Stand halten sollten. An belebten Orten sei eine Maske empfehlenswert. (fk/dpa)

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