1. Startseite
  2. Sport
  3. EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Drei Punkte gegen Tabellenzweiten

Erstellt:

Von: Michael Nickolaus

_20221125_ECN_ESV_076_26_4c
Tor für die Roten Teufel: Der EC Bad Nauheim bezwingt den Tabellenzweiten aus Kaufbeuren. © Andreas Chuc

Ein starker Auftritt des EC Bad Nauheim! Die Roten Teufel gewinnen nach einer rasanten Partie gegen den Tabellenzweiten ESV Kaufbeuren.

Bad Nauheim feiert wieder! Nach Niederlagen in den vergangenen beiden Heimspielen beeindruckten die Roten Teufel am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit einem 4:2 (1:0, 0:0, 3:2)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten ESV Kaufbeuren. 2522 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion sahen eine ungemein rasante, mitreißende Partie und mitunter tolles Kombinationsspiel der Gastgeber. Nach einer Zwei-Tore-Führung hatten die Hessen fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich kassiert, ehe Jerry Pollastrone seine Mannschaft zum zweiten Mal in Führung bringen (58.) und Marc El-Sayed mit einem Schuss aus dem eigenen Drittel in das nun verwaiste Gäste-Tor den Deckel draufsetzen konnte. Den zwischenzeitlich zweiten EC-Treffer hatte Jordan Hickmott erzielt. Eine starker Rückhalt war einmal mehr Torwart Felix Bick.

»Das war ein richtig gutes Spiel. Mir hat die Reaktion meiner Mannschaft nach dem 2:2-Ausgleich richtig gut gefallen«, sagt Trainer Harry Lange, der neben Kevin Schmidt mit Patrick Seifert einen weiteren Verteidiger ersetzen musste. Seinen Part übernahm Tobias Wörle - mit großer Souveränität. ESV-Trainer Marko Raita meinte: »Unterm Strich haben die die Gegentore zu leicht hergegeben.«

Den wegweisenden Treffer durch Pollastrone konnten die Roten Teufel gleich zweimal bejubeln. Da kurz zuvor das Tor aus der Verankerung gerutscht war, sahen sich die Unparteiischen den Treffer noch einmal auf Video an. Taylor Vause war allerdings von einem ESVK-Verteidiger ins Gestänge geschubst worden.

Die Gastgeber waren nach dem müden Heim-Auftritt gegen Selb nicht wiederzuerkennen. Passsicher kombinierten sich die Teufel mit viel Speed aus der eigenen Zone, Kaufbeuren fand kein Mittel gegen die schnell über die neutrale Zone vorgetragenen Angriff, denen zu oft aber der Abschluss fehlte. Nicht in der zwölften Minute: Christoph Körner eroberte den Puck und Pollastrone schob zur Führung ein.

Im zweiten Drittel verlagerte Kaufbeuren die Spielgeschehen, erspielte sich Chancen, scheiterte aber an Bick, der unter anderem eine Eins-gegen-eins-Situation gegen Simon Schütz klären konnte.

Hickmott erhöhte nach Fabian-Herrman-Vorarbeit auf 2:0 (41.). Kaufbeuren antwortete mit dem Anschluss durch Jacob Lagace (43.). Ostwald konnte einen Schütz-Schuss fünf Minuten vor dem Ende gar zum Ausgleich abfälschen. Dann aber war Pollastrone aus der Halbdistanz ein zweites Mal erfolgreich (58.) - 3:2. El-Sayed traf zum Schlusspunkt.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Wachter, Erk, Wörle, Hafenrichter - Herrmann, Coffman, Hickmott, Körner, Vause, Pollastrone, Pauli, El-Sayed, van Calster, Niedenz, Cerny, Bartuli, Steck.

ESV Kaufbeuren: Fießinger - Schütz, Schmidt, Echtler, Thiel, Bidoul, Orendorz - Lillich, Spurgeon, Lehtonen, Schweiger, Gorcik, Lagace, Laaksonen, Lewis, Krauß, Oswald, Thomas, Hope.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (12.) Pollastrone (Körner, Köhler), 2:0 (41.) Hickmott (Herrman, Coffman), 2:1 (43.) Lagace (Echtler, Gorcik), 2:2 (55.) Thomas (Schütz, Oswald), 3:2 (58.) Pollstrone (Körner, Vause), 4.2 (58.) El-Sayed (Pauli, Sekesi). - Schiedsrichter: Bauer/Ratz. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Kaufbeuren 2. - Zuschauer: 2522.

_20221125_ECN_ESV_062_26_4c
Jerry Pollastrone (EC Bad Nauheim) trifft drei Minuten vor dem Ende zur 3:2-Führung der Roten Teufel. Rechts: EC-Goldhelm Taylor Vause, der von ESV-Verteidiger Alexander Thiel zurvor gegen das Torgestänge geschoben worden war. © Andreas Chuc

Auch interessant