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14 bis 15 Spieler für die Stammelf

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Trainer Sreto Ristic (Kickers Offenbach) sieht das Team gut vorbereitet für die Regionalliga-Restrunde. © Imago Sportfotodienst GmbH

Region (cd). Die Testspielserie ist vorbei. Jetzt wird es ernst. Am Freitag (19 Uhr) beginnt für den Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach mit der Partie daheim gegen den FC Rot-Weiß Koblenz wieder der Kampf um Punkte. »Wir werden jetzt an den meisten Tagen im Training den Umfang reduzieren, aber die Intensität hochhalten«, erklärt Trainer Sreto Ristic.

In der finalen Phase der Vorbereitung stehe im Vordergrund, »Spielsicherheit« zu bekommen. In konditioneller Hinsicht sieht der 45-Jährige sein Team gut gerüstet: »In den Testspielen hat man gesehen, dass wir über 90 Minuten die Wege gehen können.«

Bestens präpariert

Thomas Sobotzik sieht die Mannschaft ebenfalls bestens präpariert für die noch 15 Spieltage umfassende Restsaison, an deren Ende der Aufstieg in die 3. Liga stehen soll. »Obwohl die Vorbereitung noch fast eine Woche läuft, bin ich glücklich, dass wir bis dato von weiteren schweren Verletzungen verschont geblieben sind und vor allem dank der Bedingungen im Trainingslager die meisten Inhalte umsetzen konnten«, sagt der Geschäftsführer.

Die Bilanz der Testspiele (vier Siege, ein Unentschieden, 12:4 Tore) kann sich sehen lassen. Zum Abschluss hatte es am Samstag in Zellhausen ein 3:1 (1:1) gegen Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga Bayern) gegeben. Ristic hatte wenig gewechselt. Er tauschte im Laufe der Partie fünfmal und das erst ab der 60. Minute.

Waren also die Akteure, die bis dahin auf dem Platz gestanden hatten, die vermeintliche Stammelf? »Wir haben aktuell 14 bis 15 Stammspieler, die je nach Gegner, taktischer Ausrichtung und persönlicher Tagesform in der Startformation stehen können«, stellt Sobotzik klar. Ristic ergänzt: »Die Jungs, die hintendran waren, haben zuletzt von Spiel zu Spiel aufgeholt. Es sind allerdings nur noch wenige Positionen eng umkämpft. Alle, die gegen Aschaffenburg zum Einsatz kamen, könnten beginnen. Die Startelf wird gegen Koblenz eventuell einen Tick anders aussehen, aber ich werde sie sicher nicht auf fünf Positionen ändern.«

Hinten sind die zwei Dauerbrenner auch weiterhin gesetzt: Kapitän Stephan Flauder im Tor und Sebastian Zieleniecki im Abwehrzentrum. Im Kampf um den zweiten Platz in der Innenverteidigung scheint Jayson Breitenbach gegenüber Osarenren Okungbowa knapp die Nase vorne zu haben. Auch auf den defensiven Außenpositionen geht es eng zu. Dort waren Ronny Marcos (links) und Maik Vetter (rechts) bislang gesetzt. Winterzugang Paul Milde kann auf beiden Seiten spielen und hat seine Vorzüge vor allem in der Offensive.

Hosiner könnte mit Bozic stürmen

Im zentralen Mittelfeld haben Tunay Deniz und Denis Huseinbasic ihren Platz sicher. Serkan Firat (rechts) und Rafael Garcia (links) sind auf den offensiven Außenpositionen ebenfalls so gut wie konkurrenzlos. Ganz vorne deutet alles auf die Kombination Dejan Bozic (Mittelstürmer) und Philipp Hosiner (hängende Spitze) hin. Winterzugang Hosiner sei »ein sehr guter Fußballer, der sich mit Dejan sehr gut ergänzen und auch Räume ausfüllen kann, indem er sich zurückfallen lässt. Auf diese Weise können wir mit sieben, acht Leuten den Spielaufbau machen«, erklärt Ristic, der das Duo bereits beim Chemnitzer FC trainiert hatte.

Dass die beste Abwehr der Regionalliga Südwest in den letzten vier der fünf Vorbereitungsspiele jeweils einen Gegentreffer kassierte, will Ristic nicht überbewerten. Einige dieser Tore habe man dem Gegner »geschenkt« - wie den Elfmeter gegen Graficar Belgrad (Zieleniecki hatte versehentlich den Ball in die Hand genommen) oder das 0:1 in Schweinfurt (nach Ballverlust von Flauder). Auf der anderen Seite traf der OFC mit Ausnahme des 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf II in jedem Testspiel mindestens zweimal. »Balance zeigt sich nicht nur in Ergebnissen«, wendet Ristic ein. »Entscheidend ist für mich auch, wie aggressiv wir anlaufen und wie wir es hinkriegen, dass der Gegner sein Spiel verändern muss.«

Der Test gegen Aschaffenburg war diesbezüglich allerdings nur bedingt geeignet. »Die waren 30 Minuten gierig und gallig, haben dann aber viel gewechselt, zumal sie eine Woche später beginnen als wir«, sagte der OFC-Trainer. Irgendwann ließen beim Gegner die Kräfte nach. »Hätte das Spiel etwas länger gedauert, hätten wir noch das vierte und fünfte Tor erzielt.«

Vor allem in der ersten Hälfte hatte die Viktoria extrem aggressiv gepresst. Das ist auch am Freitag von Koblenz zu erwarten. Zu vergleichen seien beide Teams dennoch nicht, betonte Ristic. Aschaffenburg agierte mit einer Viererkette und hoch stehenden Außenverteidigern, Koblenz sichert hinten hingegen mit bis zu fünf Mann ab.

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