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Ärger zwischen Kickers und Liga-Leitung

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Tunay Deniz und die Offenbacher Kickers haben Stress mit dem Verband. © Imago Sportfotodienst GmbH

Region (op). Die Entscheidung über die Austragung der Partie in der Fußball-Regionalliga Südwest zwischen Kickers Offenbach und der TSG Balingen entwickelte sich am Dienstag zu einer ungeahnten Hängepartie. Um 16.42 Uhr hatten alle Beteiligten nach einer Veröffentlichung der Fußball-Regionalliga endlich Klarheit: Die Spielkommission sagte die für Mittwochabend angesetzte Begegnung ab.

Die Begründung und die Ausführungen lassen allerdings keinen Zweifel daran, dass die Fronten zwischen den Funktionären der Liga und den Kickers extrem verhärtet sind.

»Grundlage für die Entscheidung ist ausschließlich die Anordnung des Stadtgesundheitsamts Offenbach, nach der unter anderem dem gesamten Kader des OFC vom 6. bis 8. April das Betreten des Stadions untersagt wird«, heißt es in einer Mitteilung der Regionalliga Südwest GbR.

»Keine Nachweise«

Die Ligenleitung machte allerdings deutlich, dass sie die Voraussetzungen für eine Absage gemäß Paragraf 14 der Spielordnung, der den Umgang mit Spielverlegungen im Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch regelt, als nicht gegeben erachtet. »Weiterhin ist davon auszugehen, dass 16 einsatzfähige Spieler (darunter ein Torhüter) zur Verfügung stehen. Der OFC hat trotz entsprechender Aufforderung keine Nachweise vorgelegt, aus denen abgeleitet werden kann, ob beziehungsweise welche Spieler von einer Infektion und damit Isolation betroffen sind. Er hat auch eine Auskunft darüber verweigert, ob Spieler nach einer Negativtestung gegebenenfalls bereits wieder von einer Isolation befreit sind. Auch Absonderungsnachweise in Form von Quarantäneverfügungen wurden nicht vorgelegt«, hieß es in dem Schreiben. OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik dementierte die Vorwürfe des Verbandes. »Wir haben den Verband ordnungsgemäß informiert. Wir werden den Fall aufbereiten«, betonte er: »Das muss aufgeklärt werden.«

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