Alternativloses Votum

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Volles Haus bei der Video-Kreiskonferenz und letztlich ein eindeutiges Votum: Mit 30:1-Stimmen befürworten die Fußball-Vereine des Hochtaunus-Kreises eine Annullierung der aktuellen Spielzeit 2020/21. Die Pandemie lässt ihnen keine andere Möglichkeit. Eine Entscheidung, die so zu erwarten war und absolut vernünftig ist. Wenn der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes bei der entscheidenden Verbands-Konferenz am Samstag dem Meinungsbild folgt, das in den hessischen Fußballkreisen erstellt wurde, dann wird es 2020/21 keine Wertung geben.

Es wird Gewinner (keine Absteiger) und Verlierer (kein Aufstieg für aufstiegswillige Vereine) geben, doch die Entscheidung pro Saisonabbruch ist alternativlos. Nach so langer Pause ist ein Re-Start nur nach vier bis fünf Wochen Vorbereitung möglich - und selbst dieser Zeitraum ist eigentlich nicht ausreichend, um eine gute Physis herzustellen. Spieltaktische Dinge lasse ich dabei mal komplett außen vor. Das reicht im verbleibenden Zeitfenster bis zum unveränderlichen Saisonende am 30. Juni nicht wirklich. Zudem ist angesichts der Infektionszahlen nicht damit zu rechnen, dass Team-Training so rechtzeitig eröffnet wird, dass Anfang Mai wieder gespielt werden kann. Das alles haben die Hochtaunus-Vereinsvertreter bei ihrer Entscheidungsfindung gut im Blick gehabt. Einige Worte aber auch noch zum Ablauf der Hochtaunus-Kreiskonferenz. Bis auf zwei Vereine (DJK Bad Homburg und FC-TSG-Königstein) nahmen alle Clubs teil. Die Video-Konferenz, geleitet vom in Quarantäne befindlichen Kreisfußballwart Andreas Bernhardt, verlief außerordentlich diszipliniert und zielgerichtet. Ein Kompliment von dieser Stelle aus an alle Beteiligten!

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