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Bestes Zweitliga-Team Deutschlands kommt aus Bad Homburg

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Die Basketballerinnen des »Davids« Falcons Bad Homburg bezwingen »Goliath« Alba Berlin und erringen den Meistertitel der 2. Bundesliga. Dennoch spielt nur Berlin künftig in der 1. Bundesliga.

Bad Homburg (jf). Kaum zu glauben, aber wahr: Mit einem in dieser Höhe nie und nimmer erwarteten 93:66-Erfolg gegen ALBA Berlin haben die Falcons Bad Homburg am Samstagabend das Playoff-Finale in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen gewonnen und sich damit den Titel gesichert.

Nach dem 23. Sieg in Serie (!) seit dem 30. Oktober 2021 badeten die Spielerinnen der HTG im Primodeus-Park in einem goldenen Konfetti-Regen und streckten den silbernen Pokal in die Höhe, den Ferdinand Michel (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft 2. DBBL) kurz zuvor den beiden Team-Captains Gergana Georgieva und Nerea Garmendia Odroziola überreicht hatte.

»Einfach nur geil«, fanden Bad Homburgs OB Alexander Hetjes und HTG-Präsident Ralph Gotta sowohl das Finale als auch die Stimmung, für die rund 250 Zuschauer in der proppenvollen Sporthalle mit Trommeln und Tröten gesorgt hatten.

Mit Standing Ovations der Fans in den letzten beiden Spielminuten sowie dem Queen-Ohrwurm »We are the champions« als Dauerschleife bei der ausgedehnten Party nach der Siegerehrung endete ein Basketball-Event, das in der nunmehr 176-jährigen Geschichte der Homburger Turngemeinde mit Sicherheit einen Ehrenplatz bekommen wird.

Meister hat auf Aufstieg verzichtet

»Ich habe bereits Kosten-Voranschläge eingeholt«, beantwortete Gotta die Frage, ob er mit einer Vergrößerung der Tribünen-Kapazität nicht eine der »Baustellen« aus dem Weg räumen könnte, die - neben einem Finanzetat im niedrigen sechsstelligen Bereich - aktuell einem Aufstieg in die 1. Bundesliga (noch) entgegenstehen. Die mit Silbermedaillen dekorierten Spielerinnen von ALBA Berlin hingegen werden im Gegensatz zu den Falcons in der Saison 2022/23 erstmals in der Eliteliga des deutschen Damen-Basketballs an den Start gehen. Nach der Klatsche in Bad Homburg allerdings wohlwissend, dass einige personelle Verstärkungen dringend notwendig sind, wenn man die Herausforderung DBBL erfolgreich meistern will.

Zumindest bezüglich der Finanzen (Etat rund elf Millionen Euro) und der Infrastruktur (die Mercedes-Benz-Halle fasst 17000 Zuschauer) sind die Berlinerinnen von den Problemen bei der HTG Bad Homburg meilenweit entfernt.

In sportlicher Hinsicht aber konnte ALBA dem perfekt zusammengestellten Team der Falcons am Samstag in keiner Phase der Partie das Wasser reichen.

Von der magischen Stimmung beflügelt, diktierten die Gastgeberinnen nämlich vom Anwurf an das Geschehen nahezu nach Belieben und haben sämtliche vier Abschnitte mit 21:14, 17:16, 26:20 und 29:16 für sich entschieden.

Abschied von vier Top-Spielerinnen

Nachdem der Konfetti-Regen sich großflächig auf dem Hallenboden verteilt hatte, starrte Erfolgs-Coach Brown noch immer noch ungläubig auf die digitale Anzeigentafel. An ein 93:66 des »Davids« aus dem Taunus gegen den »Goliath« aus der Bundeshauptstadt Berlin - darauf hätte vor diesem Endspiel mit Sicherheit niemand gewettet.

Vier Spielerinnen krönten mit diesem gigantischen Erfolg ihre Zeit im Trikot der HTG, denn die US-Girls Elizabeth Klinker (26) und McKenzie Johnston (26) kehren in ihre amerikanische Heimat zurück und sowohl für Nerea Garmendia Odroziola (34) als auch Franziska Worthmann (36) bedeutete das Finale am Samstag das Ende ihrer aktiven Laufbahn.

Dass dieses Quartett gegen ALBA zusammen 60 der 93 Punkte erzielt hat, unterstreicht die enorme Bedeutung, die diese Spielerinnen für die Meister-Mannschaft haben. Bedeutet aber zugleich auch, dass in der Saison 2022/23 in personeller Hinsicht vom Management der HTG Bad Homburg um Liz und Michael Rhein ein gewaltiger Kraftakt vollzogen werden muss, um diesen Verlust an individueller Qualität auch nur halbwegs zu kompensieren.

Falcons Bad Homburg: Worthmann (26/3), Klinker (18), Gregor (13/1), Garmendia Odroziola (11), Georgieva (9), Kämpf (7), Johnston (7), Holzschuh (2), Rhein, Sagerer, Brüning.

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