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Chancen auf DM-Medaillen

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Fynn Lenzner (TSG Wehrheim/U20) nimmt am Wochenende bei den deutschen Winterwurf-Meisterschaften in Sindelfingen den Speer in die Hand und könnte beim Kampf um die Bronzemedaille durchaus ein Wörtchen mitreden. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Es ist angerichtet. An diesem Wochenende (19./20. Februar) steigt mit den deutschen Jugend Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen für den Leichtathletik-Nachwuchs der Höhepunkt der Winter-Saison. Nachdem die nationalen Titelkämpfe unter dem Hallendach im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, sind in diesem Jahr fürs große Kräftemessen der nationalen Jugend-Elite 733 Meldungen eingegangen.

Aus dem Hochtaunuskreis reisen zwölf Läufer, Springer und Werfer nach Baden Württemberg. Mit gleich sieben Cracks stellt der Königsteiner LV das größte Kontingent. Ein Duo trägt das Trikot der TSG Wehrheim. Zwei Sportler sind in den Farben auswärtiger Vereine unterwegs. Zu diesen gehört Oliver Koletzko, der Top-Favorit im Weitsprung. Der Schmittener in Diensten des Wiesbadener LV führt mit 7,63 Metern die Meldeliste vor Corca Bela Djalo (SCC Berlin/7,43 m) klar an. Alles andere als der DM-Titel für den amtierenden Jugend-Europameister (2021 in Tallinn) wäre eine große Überraschung.

Ganz oben auf dem Treppchen könnte auch Okai Charles landen. Der Bundeskaderathlet vom Königsteiner kann mit 48,16 Sekunden die schnellste Hallenzeit vorweisen. Flotter unterwegs, jedoch im Freien, war mit 47,78 Sekunden nur Friedrich Rumpf (1. VfL Fortuna Marzahn). Ein spannendes Rennen ist also garantiert. Gleich zwei Einsätze warten auf die beiden KLVler Julian Rubel (60 Meter) und Finn Kohlenbach (200 Meter).

Das flotte Duo schnürt zudem über 4x200 Meter die Spikes. Hier stürmte die Startgemeinschaft »Königstein/Groß-Gerau/Kronberg« Anfang Februar mit hervorragenden 1:29,97 Minuten auf Platz vier des Melde-Rankings. Als Ersatzmann für die Staffel fungiert KLV-Zehnkämpfer Markus Wagenleitner. Als Shooting-Start der heimischen Mittelstrecken-Szene kann man getrost Louis Buschbeck bezeichnen, der ebenfalls den weinroten KLV-Dress trägt. Er gehört noch der jüngeren Jugendklasse U18 an. Seine tollen 1:58,38 Minuten über die 800 Meter waren so gut, dass er die DM-Qualifikation bei den älteren Jungs der U20 packte.

Mia Haselhorst (ebenfalls KLV) gehört im Sindelfinger Glaspalast zu den 37 Starterinnen über 60 Meter Hürden. Mia, die auch eine starke Mehrkämpferin ist, hat das Halbfinale fest im Visier und möchte ihre Bestzeit von 8,82 Sekunden weiter nach unten drücken. Haselhorsts Vereinskollegin Jule Behrens betreibt Leichtathletik eigentlich nur im »Nebenfach«. Die amtierende Triathlon-Weltmeisterin (U20) verfügt jedoch über ein hervorragendes Ausdauervermögen. Das kann sie am Sonntag über die 3000 Meter unter Beweis stellen. Hier steht Jule mit einer Bestmarke von 9:34,71 Minuten auf sechster Stelle der Meldeliste. Unter dem Hallendach kommt noch Anna-Lena Peine (Eintracht Frankfurt) zum Einsatz. Die Langsprinterin aus Oberstedten ist über 400 Meter und mit der Staffel über 4x200 Meter unterwegs.

Nummer eins

Neben den Hallen-Meistern werden vor den Toren Stuttgarts auch die nationalen Titelträger bei den Winterwurf-Meisterschaften ermittelt. Hier ist die TSG Wehrheim gleich zweifach vertreten. Milina Wepiwe schaffte Ende Januar bei den »Hessischen« einen großen Leistungssprung und glänzte im Diskuswerfer mit der Top-Weite von 45,34 Metern. Damit ist die TSGlerin die Nummer eins in der Startliste und sollte keine Probleme haben, eine DM-Medaille zu holen. Welche Farbe das Edelmetall haben wird, ist noch offen, rückte ihr Curly Brown (Eintracht Frankfurt) mit 45,30 Metern doch ganz dicht auf die Pelle.

Auch bei Fynn Lenzner sollte eine Medaille machbar sein. Der TSGler stellte jüngst mit 56,86 Metern einen neuen Kreisrekord im Speerwerfen auf und hat damit in Sindelfingen lediglich Nick Thumm (LAV Stadtwerke Tübingen) mit 61,13 Metern vor sich. Von hinten macht aber mit Jona Fruchtmann (SR Yburg Steinbach) ein weiterer Werfer mit einer 56er Weite Druck.

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