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Jannik Brinkmeier belegt mit der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach Tabellenplatz sechs.

»Das ist unsere DNA, das spürt man«

Hochtaunus (aro). Als Rangsechster im vorderen Tabellenmittelfeld geht die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach in die Winterpause der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus.

Die Mannschaft des Trainerduos Tobias Ketter und Torben Selzer ist zwar die zweitbeste Mannschaft des Usinger Landes, erlebte aber einen sehr durchwachsenen Start, steigerte sich mit zunehmender Dauer und kletterte mit nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen in Richtung erstes Tabellendrittel.

»Zu Beginn hatte uns die Konstanz gefehlt. Mannschaft und Trainerteam musten sich erst finden. Wir haben erst zuletzt auch in spielerischer Hinsicht eine gute Entwicklung genommen«, bilanzierte Ketter eine Vorrunde, in der am Ende das Saisonziel guter Mittelfeldplatz erreicht wurde.

Vier Siege aus den letzten fünf Spielen

»Das war Kopfsache«, registrierte Ketter die positive Entwicklung, mit der sein Team sich seiner Stärken besser bewusst wurde. Mit zunehmendem Selbstvertrauen gab es keine unnötigen Niederlagen mehr.

Die Mannschaft habe verinnerlicht, dass es keine leichten Gegner gebe und sie sich deswegen vom Anpfiff weg auf den Sieg fokussieren müsse. Zu Saisonbeginn musste die SG noch häufig einem Rückstand hinterherlaufen.

Die Corona-Pandemie habe immer noch indirekte Auswirkungen, zum Beispiel in Form zahlreicher Muskelverletzungen wegen späterem Start der Saison-Vorbereitung, erinnerte Selzer an eine prekäre Personallage im Oktober 2021. Angesichts von vier Siegen aus den letzten fünf Begegnungen ist das SG-Lager zuversichtlich, die richtigen Korrekturen vorgenommen zu haben. Insbesondere eine effektivere Chancenverwertung bzw. ein kaltschnäuzigerer Abschluss vor dem Tor habe dazu beigetragen. Künftig solle noch überzeugender im letzten Drittel agiert werden, damit auch aus Halbchancen noch Tore werden.

Generell verbessern möchte das Trainerduo das gesamte Defensivverhalten: »Wir kassieren noch zu viele einfache Gegentore, obwohl wir deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner haben«, gaben Ketter und Selzer ein Ziel für die Rückrunde aus. Am Ende soll mindestens ein einstelliger Tabellenplatz herauskommen und optimal wäre es, wenn die SG das beste Kreisoberliga-Team des Usinger Landes würde.

Mit Vorfreude blicken die Verantwortlichen am Oberloh und an der Kransberger Straße auf die mittelfristigen, sportlichen Perspektiven. Denn die Jugendarbeit der Spielgemeinschaft lässt vielversprechende Talente erwarten, deren zukünftige Integration bei den Senioren den nachhaltigen Fortbestand von Fußball in der Gemeinde Wehrheim gewährleisten soll. Gerade dies wird auch durch die beiden aus Wehrheim und Pfaffenwiesbach stammenden Trainer selbst verkörpert. »Wir leben davon, dass jeder hier mit Spaß weiterspielen möchte. Das ist unsere DNA. Das spürt man.«

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