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Das nächste Talent

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Region (jl). Er war einer der Nachwuchsspieler, der sich mit tollen Leistungen bei der abgelaufenen Handball-Europameisterschaft in den internationalen Fokus gespielt hat: der 19-jährige Montenegriner Radojica Cepic. Ab Sommer wird der Rechtshänder nunmehr das grün-weiße Trikot des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tragen. Nach bestandenem Medizincheck hat Cepic bei den Mittelhessen einen Dreijahresvertrag bis Juni 2025 unterzeichnet.

»Radojica ist das nächste junge aufstrebende Talent, das sich der HSG Wetzlar anschließt«, freut sich Trainer Ben Matschke über die Verpflichtung. »Nicht zuletzt die EM hat gezeigt, dass er mit gerade einmal 19 Jahren schon ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft Montenegros ist. Radojica kann überall verteidigen und hat eine tolle Durchsetzungsfähigkeit in Eins-gegen-eins-Situationen.«

Cepic spielt seit Sommer 2020 für den slowenischen Spitzenclub RK Celje Pivovarna Lasko, von dem zu Saisonbeginn auch Rechtsaußen Domen Novak nach Wetzlar gewechselt war. Der 1,94 Meter große und 100 Kilogramm schwere Rückraum-Allrounder hatte bei der Europameisterschaft in sieben Spielen knapp fünf Stunden Einsatzzeit und übernahm sowohl im Angriff als auch in der Abwehrzentrale viel Verantwortung.

Vergleich mit Forsell Schefvert

Der 19-Jährige zu seinem Wechsel: »Ich bin dankbar für die Zeit in Celje, möchte in Wetzlar jetzt den nächsten Schritt gehen und mich in der Bundesliga beweisen. Natürlich ist es ein Traum, in der stärksten Liga der Welt zu spielen.« Für Jasmin Camdzic, Leiter Scouting bei der HSG Wetzlar, hat Cepic ein ähnliches Profil wie Olle Forsell Schefvert, den es nach dieser Saison zu den Rhein-Neckar Löwen ziehen wird. »Radojica bringt alles mit, um absehbar in Olles Rolle bei uns reinzuwachsen«, ist sich Camdzic sicher. »Er kann im Angriff auf der halblinken Position und bei Bedarf auf der Mitte eingesetzt werden.«

Nach Hendrik Wagner (25 Jahre alt, kommt von den Eulen Ludwigshafen), den Schweizern Jonas Schelker (22, Kadetten Schaffhausen) und Leonard Grazioli (21, HSC Suhr Aarau), dem Serben Jovica Nikolic (20, RK Vojvodina) wechselt mit Radojica Cepic im Sommer bereits ein fünfter hoffnungsvoller Jung-Nationalspieler seines jeweiligen Heimatlandes zum Club nach Mittelhessen.

»Nachdem wir unsere sogenannte ›erste Sieben‹ nahezu komplett mit längerfristigen Verträgen ausstatten konnten, war es unser Bestreben, den Kader auf den verbleibenden Positionen mit aufstrebenden, hoffnungsvollen Talenten zu ergänzen«, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

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