"Die sportlich fairste Lösung"

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NIDDA/GEDERN/OBERAU - Es wurden viele Spielmodelle diskutiert: eine Ligenteilung in zwei Gruppen nach regionalen Gesichtspunkten oder eine Einfachspielzeit mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde. Diese Optionen scheinen seit dem Wochenende vom Tisch, in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost geht es wohl "klassisch" weiter. "Unter Berücksichtigung des Rahmenterminkalenders wurde von den Regionalbeauftragten die Durchführung einer Spielrunde für die Gruppenliga Frankfurt Ost mit Hin- und Rückrunde als realisierbar erachtet", informiert Klassenleiter Gerhard Pfeifer in einem Schreiben.

Am 15. August soll es offiziell losgehen. Vielleicht auch schon eine Woche früher.

In Stein gemeißelt sei das aber noch nicht. "Eine endgültige Entscheidung über den Spielmodus und den Spielbetrieb muss der Verbandsspielausschuss noch beschließen", stellt Pfeifer klar. Aber es läuft nach Kreis-Anzeiger-Informationen auf das klassische Modell hinaus. Sollte es so kommen, warten auf die 20 Mannschaften - einen erneuten Saisonabbruch wegen Corona ausgeschlossen - 38 Spieltage. Einige davon unter der Woche. Ein alternatives Spielmodell, mit dem man eventuell besser auf Spielausfälle oder eine Saisonunterbrechung hätte reagieren können, hätte die Clubs nach solch einer langen Fußball-Zwangspause entlastet, aber wohl für Diskussionen an anderen Stellen gesorgt. Gerade mit einer Teilung der Klasse nach regionalen Gesichtspunkten wären nicht alle Vereine zufrieden gewesen.

Ferdi Özcan, Trainer des SC Viktoria Nidda, würde sich über eine "normale Saison mit Vor- und Rückrunde freuen". Nach dieser langen Pause sei jeder heiß auf Fußball. "Alle wollen loslegen. Und wir hoffen, dass wir die Pandemie so im Griff haben, dass wir die 38 Spieltage durchziehen können", betont Özcan.

Kuhl ist für Ligenteilung

Kai Grüning kann die Frage nach dem richtigen Spielmodell für die kommende Runde nur schwer beantworten. "Schließlich kann keiner in die Glaskugel schauen", sagt der Vorsitzende des FC Alemannia Gedern. "Eine klassische Saison ist auf jeden Fall die sportlich fairste Lösung." Wenn die Runde pünktlich starte und die Pandemie nicht wieder Fahrt aufnehme, seien 38 Spieltage durchaus zu bewältigen.

Peter Kuhl, Spielausschusschef der Sportfreunde Oberau, wünscht sich stattdessen eine Ligenteilung in zwei regionale Gruppen. "Ich habe mir schon einmal die Landkarte angeschaut. Das würde mit zwei Zehner-Gruppen passen." Nach 18 Spielen (Vor- und Rückrunde), würden die ersten fünf Teams jeder Gruppe in einer neuen Zehner-Liga, wieder mit Hin- und Rückspiel, den Aufsteiger ermitteln. Die anderen zehn Mannschaften würden gegen den Abstieg spielen. "Dann kämen wir auf maximal 36 Spiele. Zudem könnten wir besser auf irgendwelche Corona-Rückschläge reagieren, dann in der ersten und/oder zweiten Saisonphase nur eine Einfachrunde spielen. Im klassischen Modell benötigen wir schon 19 Spieltage, um die Vorrunde abschließen und die Saison werten zu können."

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