1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Diego«, »Euro-Eddy« und Co.

Erstellt: Aktualisiert:

uaspor_0505_imago0043989_4c
So wie hier werden die Fußball-Legenden David Odonkor (links) und Guido Buchwald auch am 28. Mai auf dem Sportplatz an der Weilquelle jubeln, wenn sie gegen eine Ü40-Regionalauswahl antreten. © Imago Sportfotodienst GmbH

Schmitten (rem). Die Fans nannten sie »Diego«, »Euro-Eddy« und »Walz von der Pfalz«, als sie sich in der Blüte ihrer Karriere befanden. Am 28. Mai können die Fußball-Anhänger ihre einstigen Lieblinge in Niederreifenberg live beim Spielen bewundern - und noch einige ehemalige National- und Bundesligaspieler mehr.

Hans-Peter Briegel, Weltmeisterschaftsfinalist mit der deutschen Elf 1986 in Mexiko, wegen seiner Robustheit und Lauffreude auch als »Walz von der Pfalz« bekannt, inzwischen 66 Jahre alt, wird gemeinsam mit Edgar »Euro-Eddy« Schmitt (59) - einst für den Karlsruher SC spielender Torjäger mit Spezialgebiet UEFA-Cup - eine Mannschaft auf dem Niederreifenberger Sportplatz (An der Weilquelle) coachen, die so im Hochtaunus noch nicht zu sehen war.

Sogar ein Weltmeister wird für die Promi-Auswahl »Lotto-Elf« gegen die Feldberg »Allstars«, eine Regionalauswahl mit Spielern der Altersklasse Ü40, am Ball sein. Guido Buchwald (61), den manche seit seinem heroischen Einsatz bei der WM 1990 in Italien »Diego« rufen. Der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart hatte im Finale den großen Diego Maradona »an die Kette gelegt« und damit quasi die Grundlage für den Titelgewinn geschaffen. Deutschland gewann gegen Argentinien durch das Elfmetertor von Andreas Brehme mit 1:0.

Auch Eintrachtler sind im Kader

In seiner Freizeit ist Buchwald weiterhin gerne aktiv und wird sich im Taunus an jenem Samstag ab 15.30 Uhr wie schon bei anderen »Legenden-Spielen« mit David Odonkor (38) abklatschen, einem der deutschen Publikumslieblinge bei der WM 2006 im eigenen Land. Für das »Lotto-Team« sollen noch einige andere namhafte Akteure auflaufen - wie Olaf Marschall (56), 1998 Deutscher Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern, Ex-Nationalspieler Stephan Engels (61, 1. FC Köln) oder die ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Spieler Thomas Ernst (54, im Tor) und Stürmer Michael Thurk (45).

Angestoßen hat das große Fußball-Event Benjamin Weber (38), der im Schmittener Ortsteil Arnoldshain aufgewachsen ist und derzeit zum Trainerstab von Thomas Tuchel beim FC Chelsea gehört. Die Einnahmen sollen »Schmitten bewegt« zugutekommen. Über die lokale Initiative möchte der Chef-Videoanalyst des Champions-League-Siegers 2021 aus London seiner Heimatgemeinde etwas zurückgegeben.

Die private Organisation um Rainer Löw hat auch dank Webers Zutun unter anderem Kinder und Jugendliche bereits auf unterschiedliche Art und Weise unterstützt, beispielsweise durch die Organisation von Schwimmkursen während der Corona-Pandemie. »Auch diesmal helfen wir vor allem mit Manpower gerne bei der Umsetzung von Bennis Idee«, sagt Löw, »der Erlös soll der Jugend- und Sportförderung im Ort, insbesonders den Sportvereinen, zugutekommen.«

Bei der Vorbereitung hilft auch eine Frankfurter Sportmarketing-Agentur, zu der Weber einen engen Draht hat. Und für die Akquise der Promi-Spieler lässt er seine Kontakte spielen. Für die Bundesliga-Auswahl wird zum Beispiel auch Niko Bungert (35) auflaufen. Der frühere Kapitän des FSV Mainz ist ein guter Freund Webers, der einst bei den 05ern seine Laufbahn als Videoanalyst begonnen hat.

uaspor_0505_imago1000738_4c
Chelsea-Chefvideoanalyst Benjamin Weber (rechts, hier mit Coach Thomas Tuchel) hat das Fußball-Event in seiner Heimat Schmitten angestoßen. © Imago Sportfotodienst GmbH

Auch interessant