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Dreifacher Triumph

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Kraftvoll aus dem Startblock: Julian Rubel (Königsteiner LV) ist auf dem Weg zu seinem zweiten von drei Hessen-Titeln. Hier sind es 22,82 Sekunden über die 200 Meter. © Jens Priedemuth

Leichtathletik: Julian Rubel vom Königsteiner LV erfolgreichster Starter bei Hessenmeisterschaft. in Kalbacher Halle.

Hochtaunus (kie). Was für ein fantastisches Comeback: Bei den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften letzten Spätsommer in Walldorf bei Heidelberg zog sich Julian Rubel eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Damit war die Freiluftsaison gelaufen. Es folgte eine lange Regenerationsphase und auch die Vorbereitung auf 2022 wurde sehr vorsichtig angegangen. Das zahlte sich jetzt bei der ersten wichtigen Standortbestimmung aus. Der Kadersprinter im Trikot des Königsteiner LV krönte sich mit gleich drei Titeln zum erfolgreichsten Athleten der Hessischen Hallen-Meisterschaften (Alterskasse U18) im Sportzentrum Kalbach.

Bereits im 60-Meter-Vorlauf deutete Julian mit 7,22 Sekunden seine Klasse an, konnte dann im Finale noch etwas zulegen und sich auf starke 7,14 Sekunden steigern. Die von Christian Wolf (Eintracht Frankfurt) mit 7,36 Sekunden angeführte Konkurrenz hatte nie die Chance, ganz vorne mitzumischen.

Riesenvorsprung

Am zweiten HM-Tag ging Rubel auch über 200 Meter in den Startblock. Gleich im ersten von vier Zeit-Endläufen hatte Alexander Schön (Eintracht Frankfurt) 23,77 Sekunden vorgelegt. Julian ging im letzten Rennen auf die Piste, pulverisierte mit 22,82 Sekunden die Marke des Eintrachtlers und hatte somit seinen zweiten Titel im Sack. Ein Vorsprung von satten 1,05 Sekunden sieht man im Sprint auch nicht alle Tage. Viel Zeit zum Erholen blieb nicht, denn nach nur einer guten Stunde Pause sollte der dritte Streich des sportlichen Dreiklangs über die 4x200 Meter folgen. Hier wurde ein spannender Zweikampf zwischen den Eintracht-Jungs und der Staffel der Startgemeinschaft Königstein/Groß-Gerau/Kronberg erwartet. So kam es dann auch. Die Adlerträger lagen nach dem letzten Wechsel noch in Führung, obwohl der Groß-Gerauer Spitzenläufer Aaron Amenta die Startgemeinschaft wieder auf Tuchfühlung rangebracht hatte.

Toller Abschluss

Schlussläufer Rubel fackelte nicht lange, gab Vollgas, flog auf der Gegengeraden an seinem direkten Konkurrenten Jakob Busch vorbei und lief seinem dritten HM-Titel (1:33,00 min.) entgegen.

Viel gearbeitet hat in den Wintermonaten Louis Buschbeck. Das zahlte sich für den KLV-Mittelstreckler nun aus. Er gehörte über die 800 Meter zum Top-Trio, dass sich etwas abgesetzt hatte und die Medaillen unter sich ausmachte. Am Ende trennten die Jungs nur 0,87 Sekunden. Der Titel ging mit 2:00,02 Minuten an Tom Stöber (TV Wetzlar). Erik Schmerler (TV Groß-Gerau) erzielten Beie 2:00,89 Minuten, wobei Louis nach Auswertung des Zielfilms dann auf den Bronzerang gesetzt wurde.

Dünn besetzt waren mit lediglich sechs Teilnehmern die 1500 Meter. Gleich auf der ersten Runde setzte sich Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach) ab und stürmte in tollen 4:17,90 Minuten zu einem ungefährdete Sieg vor Tom Borst (TG Limbach/4:35,73 min.). Trevor Mutua (TSG Wehrheim) agierte gegenüber dem Rennen in der Vorwoche taktisch geschickter, lief wacker mit, konnte aber trotzdem in der entscheidenen Phase nicht gegenhalten und wurde als Fünfter mit 4:40,15 Minuten gestoppt.

Bronze für Arnold

Sein Teamkollege Joshua Thiel packte als letzter Athlet mit einem Satz auf 5,72 Meter die Finalteilnahme im Weitsprung. Dort gelang ihm dann eine Steigerung auf 5,81 Meter, was den achten Platz bedeutete. Joshua, der sich in der Freiluftsaison im Zehnkampf versuchen möchte, nahm auch noch die Kugel in die Hand packte hier mit 12,15 Metern eine weitere persönliche Bestmarke.

Die einzige Medaille aus heimischer Sicht bei den Mädels ging an Milena Arnold (TSG Wehrheim), die beim Kugelstoßen als Dritte solide 11,02 Meter markierte. Das Pflicht-Programm Finalteilnahme klappte bei Raphaella Zali. Die Hessenkader-Athletin der TSG Wehrheim qualifizierte sich mit 8,22 Sekunden für den A-Endlauf der acht besten Sprinterinnen. Dort war dann aber irgendwie nicht mehr genügend Sprit im Tank und mit 8,36 Sekunden blieb es beim achten Platz. Am zweiten Tag lief Raphaella die 200 Meter knackig an, hatte dann aber hinten raus Probleme das Tempo zu halten und wurde mit 26,96 Sekunden Fünfte. An der Spitze sorgte Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) mit 24,37 Sekunden für eine Zeit der deutschen Spitzenklasse. Dahinter zeigte Jana Becker (LG Wettenberg) als Zweite mit 25,70 Sekunden, dass auch 800-Meter-Läuferinnen richtig gut sprinten können. Unter Rubrik »Wettkampferfahrung sammeln« ist der Auftritt der beiden TSG-Athletinnen Jill Werminghaus (15. in 29,66 sec.) sowie Anne Schimpf (17. mit 30,90 sec.) zu verbuchen.

Jede Menge Luft nach oben besteht auch bei Ana Luisa Schmitz-Manseck (ebenfalls TSGW), die sich über die 400 Meter versuchte und hier steigerungsfähige 72,64 Sekunden ablieferte.

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