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Duell der Kellerkinder

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Daniel Wagner (rechts) tritt mit der SG Hundstadt zum Abstiegsduell bei der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II an. © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis (aro). Wenn nach einem Dreiviertel der Saison der Tabellenvorletzte das Schlusslicht empfängt, geht es für beide um eine ganze Menge in Sachen Klassenerhalt. So ist es auch am Sonntag in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus um 13 Uhr in Pfaffenwiesbach beim Duell der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II gegen die SG Hundstadt. Im Gespräch mit dem UA blicken die Trainer Stefan Wagner und Simon Bartsch nicht nur auf die Erfolgsaussichten, sondern auch die Auswirkungen der Zwangspause vergangenes Wochenende wegen der Rückkehr des Winters.

Beide Mannschaften mussten letzte Woche wegen des Wintereinbruchs pausieren. War diese Unterbrechung vor dem Schlüsselspiel ein Vorteil oder ein Nachteil?

Stefan Wagner: Wir haben viele Körner gelassen in der englischen Woche gegen den FC Oberursel und Mammolshain. Einige bei uns waren daher der Meinung, dass die Pause gut war. Ich persönlich denke, dass wir einen guten Rhythmus hatten und deswegen das Spielen des Derbys gegen Eschbach nicht schlecht gewesen wäre. Ich hätte gerne gespielt, aber ich sehe auch, dass die Mannschaft viel neue Kraft getankt hat und am Dienstag vollzählig im Training war. Ich hoffe, dass der Fokus nicht verloren gegangen ist.

Simon Bartsch: Wir hätten gerne den Schwung vom Sieg zuletzt gegen Eschbach mitgenommen. Da hatten wir uns gut verkauft. Aber auch wir haben Verletzte und nutzten die Pause zum Wunden lecken. Es gab aber keine zusätzliche Vorbereitung, denn der Platz war noch schneebedeckt. Wir haben jetzt nur noch Endspiele und müssen gewinnen. Denn sonst wäre der Sieg in Wernborn nichts wert gewesen.

Vor dem Spiel beträgt der Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz vier beziehungsweise sechs Punkte. Wie viel Risiko müssen sie gehen auf Sieg zu spielen?

Wagner: Es zählt absolut nur ein Sieg. Wir spielen auf Kunstrasen in Pfaffenwiesbach. Das ist unser Platz und muss ein Vorteil sein. Hundstadt hat seine individuelle Stärke und befindet sich im Aufwind. Das ist ein ernstzunehmender Gegner. Wir müssen alles reinhauen, aber Fußballspielen bleibt unsere Devise. Es ist eine ganz klare Sache, dass nur drei Punkte zählen. Wir müssen Plätze gut machen. Hundstadt und das Nachholspiel gegen Eschbach II werden die ganz schweren Spiele. Da zählt nur ein Dreier, denn sonst wären die Unentschieden gegen Mammolshain und Oberursel keine Bonuspunkte gewesen. Nur dann behalten wir die Chance auf den Nichtabstiegsplatz.

Bartsch: Es sind in neun Spielen noch 27 Punkte zu vergeben. Die letzten Ergebnisse der Konkurrenz zeigen, wie eng die Liga zusammen ist. Auch wenn wir gegen den Vorletzten spielen, wollen wir unsere Taktik 2022 beibehalten. Wir haben unsere Linie gefunden und gute Spiele gemacht. Das wollen wir am Sonntag fortsetzen. Es ist klar, dass wir nicht verlieren dürfen, um wenigstens den Abstand zu halten. Ein Sieg wäre wunderbar. Wir müssen so spielen, wie in den vergangenen Wochen. Gegen Steinbach haben wir voll auf Sieg gespielt und wurden um den Lohn der Arbeit gebracht. Wir sind dennoch mental gestärkt und wollen das nächste Endspiel angehen.

Was wird das Schlüsselspiel im Abstiegskampf entscheiden?

Wagner: Wir werden größeren Siegeswillen zeigen. In einem kleinen Derby müssen wir Mut haben und den Kampf annehmen. Das wird ein ganz krasses Duell. Da müssen wir auf den Punkt voll da sein. Im Hinspiel haben wir durch ein Tor in der 85. Minute mit 0:1 verloren. Wir dürfen nicht zu ängstlich sein, sondern müssen befreit aufspielen, auch wenn wir etwas zu verlieren haben. In allen Begegnungen haben wir Kampf gezeigt, aber auch Fußball gespielt. Unser Kunstrasen wird uns da helfen. Ich fordere von meiner Mannschaft, dass wir spielerische Lösungen finden.

Bartsch: Entscheidend wird unsere mannschaftliche Geschlossenheit sein. Das ist der Faktor, den wir Wehrheim voraushaben. Wir müssen am Sonntag den Willen und die Einsatzbereitschaft zeigen, das Ding auf unsere Seite zu ziehen. Es gilt unsere Stärken einzusetzen. Die sind Wehrheim bekannt. Mit starken Außenspielern wie Felix Bank und Torjäger Dominik Humml wird es für Wehrheim hart. Wir werden nicht vor Angst zittern, weil der Gegner zuletzt überraschend gepunktet hat. Sonst würden wir gar nicht antreten.

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