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EC Bad Nauheim: Keck und Hickmott treffen zum Sieg im Top-Spiel

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Von: Michael Nickolaus

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Die frühe Führung: Tristan Keck (hinten links) hat das 1:0 für den EC Bad Nauheim erzielt. Vorne freut sich Goldhelm Taylor Vause, der sein Comeback feiern konnte. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat das Top-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen Ravensburg mit 3:1 gewonnen - und dabei zweimal im Powerplay getroffen.

Wieder Jordan Hickmott, wieder Tristan Keck - und der traf gleich zweimal. Bis Samstag hatte den beiden Kanadiern auf Grund ihrer jüngsten Torflaute ein Sorgenkind-Image angeheftet, jetzt sind sie binnen 48 Stunden erneut die Matchwinner geworden. Am Montagabend gewann der EC Bad Nauheim vor 913 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion das Top-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen den Tabellenzweiten Ravensburg Towerstars mit 3:1 (0:0, 2:0, 1:1), profitierte von Ausrutschern der Verfolger und unterstrich seine Ambitionen auf Rang vier, der Playoff-Heimrecht bedeuten würden.

Sein Comeback nach fünf Spielen Corona-Pause gab Top-Scorer Taylor Vause, der in der Reihe mit Hickmott und Keck spielend zwei der drei Treffer vorbereiten konnte. Ein Faktor diesmal: die Special-Teams. Bad Nauheim - zuletzt blass in Überzahl - konnte zwei seiner vier Powerplay-Möglichkeiten nutzen. Ärgerlich: ein ungeahndeter Check gegen Fabian Herrmann in der Schlussphase. Benommen ist der junge Stürmer der Roten Teufel zur Bank geführt worden.

»Wer in den Playoffs nach Bad Nauheim kommt, wird es schwer haben. Wir haben wenig zugelassen, haben aber nicht hart genug zum Tor gespielt. Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht«, ärgerte sich Peter Russell, der Coach der Gäste aus Oberschwaben. Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel, bilanzierte: »Nach dem schnellen Tor dachten wohl alle, dass es von alleine geht. Dann hat Ravensburg die Muskeln spielen lassen. Ab dem zweiten Drittel ist das besser geworden. Das war ein Schritt in die richtige Richtung«.

Die Hausherren erwischten einen Traumstart. Einen Konter über links schloss Keck mit einem Schuss ins obere, lange Eck nach nur 42 Sekunden erfolgreich ab. Ravensburg, unter anderem ohne Robbie Czarnik, James Bettauer, Georgy Saakyan und Florian Ketterer, dafür mit vier Fölis aus Ingolstadt angetreten, erspielte sich aber rasch die größeren Spielanteile, verlagerte das Geschehen in das Abwehrdrittel der Teufel, die sich mit einer klaren Befreiung oft schwer taten, aber auch einem souveränen Felix Bick im Tor vertrauen konnten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Bad Nauheim seine offensiv vielversprechendste Phase. Nacheinander verpassten aber Jerry Pollastrone, Vause und Keck den zweiten Treffer. Die Partie wurde zunehmend läuferisch und körperlich intensiver, bot in einigen Phasen einen Playoff-Vorgeschmack. Zur Hälfte der Partie nutzte Bad Nauheim die zweite Überzahl-Situation. Gerade einmal neun Sekunden lang stand Bad Nauheim mit einem Spieler mehr auf dem Eis, als Hickmott einen Vause-Pass zum 2:0 ins Netz lenken konnte. Auf der Gegenseite traf Josh MacDonald die Latte, dann begann das zittern. 29 Sekunden lang stand Bad Nauheim mit zwei Spielern weniger auf dem Eis, kassierte durch Fabian Dietz quasi mit Ablauf der ersten Strafe den Anschluss (35.).

Ravensburg drängte im Schlussabschnitt auf den Ausgleich, ehe Keck im Powerplay nach einer Einzelaktion von Tobias Wörle den Puck zum berhigenden 3:1 über die Linie bringen konte (57.)

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Seifert, Stephan, Sekesi, Mick Köhler, Ketter, Hafenrichter - Pollastrone, Bires, Wörle, Keck, Vause, Hickmott, Körner, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, van Calster, Herrmann.

Ravensburg Towerstars: Langmann - Gnyp, Hüttl, Dronia, Eichinger, Pfaffengut, Sezemsky - Dietz, Mayer, Zucker, Herr, Sarault, MacDonald, Driendl, Henriquez-Morales, Brune, Dosch, Hessler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (1.) Keck (Hickmott, Vause), 2.0 (30.) Hickmott (Vause, Kevin Schmidt - PP1), 2:1 (35.) Dietz (Ecihijger, MacDonald - PP1), 3:1 (57.) Keck (Wörle, Sekesi - PP1). - SR: Brill/Schmidt. - Strafen: Bad Nauheim 6, Ravensburg 8. - Zuschauer: 913.

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