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EC Bad Nauheim: Rote Teufel liegen in der Halbfinal-Serie zurück

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Felix Bick im Tor der Roten Teufel klärt zur Seite und gibt Nick Latta keine Reboundchance. © Red

Diesmal wurde es nicht mit einem späten Comeback in Ravensburg. Der EC Bad Nauheim verliert am Montagabend Spiel drei der Playoff-Serie und liegt nun mit 1:2 zurück.

1:2-Rückstand nach drei Spielen in der Best-of-seven-Serie um den Einzug in das Finale der Deutschen Eishockey-Liga 2: Der EC Bad Nauheim unterlag am Montagabend vor 2211 Zuschauern in Ravensbug den Towerstars mit 2:4 (1:3, 1:0, 0:1). Am Mittwoch (19.30 Uhr), kommt es zu Spiel vier in der Wetterau.

»Wir haben im ersten Drittel zu viele kleine Fehler gemacht. Ein Team wie Ravensburg nutzt das. Aber wir sind zurückgekommen und hatten auch im letzten Abschnitt unsere Chancen auf den Ausgleich«, sagt Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel.

Bei den Gästen standen die zuletzt erkranken Andreas Pauli und Andrej Bires erstmals in dieser Serie im Kader. Dafür hatte Mick Köhler die Reise nicht antreten können; mit ihm fehlten also sieben Spieler im Kader der Roten Teufel. Kurz vor Spielbeginn mussten die Hessen ihre Lineup umstellen, zogen Tobias Wörle in die Abwehr, da einer der nur noch vier verbliebenen Stamm-Verteidiger über Unwohlsein geklagt hatte.

Die Partie begann mit einem weiteren Nackenschlag. Nach nur zweieinhalb Minuten konnte Vincent Mayer Keeper Felix Bick mit einem Rückhandschlenzer ins kurze Eck überraschen. Zwar antworteten die Gäste mit dem Ausgleich im Powerplay, mit einer wuchtigen Direktabnahme von Andrej Bires, doch insgesamt leisteten sich die Hessen zu viele und vor allem unnötige Strafzeiten. Gerade öffnete sich die Strafbanktür, damit ein vierter Teufel zurück auf Eis kommen konnte, da nutzte Josh MacDonald seinen Platz in noch doppelter Überzahl zur erneuten Führung. In der 17. Minute fackelte Robbie Czarnik nicht lange, Bick bekam den Puck nicht zu fassen - und Ravensburg erhöhte auf 3:1. Die beste Chance der Gäste hatte Stefan Reiter, der nach einem von ihm selbst geblockten Schuss auf Jonas Langmann zusteuerte, den Puck aber über das Tor schoss.

Den zweiten Abschnitt gestaltete Bad Nauheim dann deutlich ausgeglichener, phasenweise entwickelte sich ein laufintensiver offener Schlagabtausch, da Ravensburg unerwartet passiv und konternd auftrat, während die Badestädter mehr Zeit in deren Zone verbringen konnten. Im Powerplay zu Beginn der zweiten 20 Minuten hatte Bires am langen Pfosten den Anschluss auf dem Schläger, verpasste aber diese Einschusschance. Bad Nauheim spielte druckvoll, Ravensburg machte den Weg zum Tor aber clever dicht. Nach vorne hatten die Gastgeber bei einem Drei-gegen-eins-Konter ihre beste Möglichkeit, fanden aber nicht zum Abschluss. Bick verhinderte anschließend mit Paraden gegen Mayer und Sam Herr einen höheren Rückstand. In der 37. Minute belohnte sich Bad Nauheim für sein Spiel. Jordan Hickmott hatte auf der rechten Seite Platz und verkürzte auf 2:3.

Das gab Auftrieb für das Schlussdrittel, doch musste Bad Nauheim zu oft neu anrennen, neu aufbauen, konnte nicht den erhofften Druck entfachen. Joel Messner hatte zweimal den Ausgleich auf dem Schläger. Ravensburg verpasste bei Kontern eine Entscheidung und traf erst in der Schlussminute durch Pawel Dronia zum Endstand.

Ravensburg Towerstars: Langmann - Dronia, Bettauer, Pfaffengut, Eichinger, Ketterer, Sezemsky, Dorsch - Zucker, Mayer, Czarnik, Saakyan, Sarault, Herr, Nick Latta, MadDonald, Dietz, Hlozek, Hessler, Louis Latta.

EC Bad Nauheim: Bick - Stephan, Messner, Kevin Schmidt, Sekesi, Wörle - Sheyrin, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Pauli, Keck, Bires, Reiter, Herrmann, El-Sayed, van Calster, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (3.) Mayer (Dronia), 1:1 (6.) Bires (Herrmann, Hickmott - PP1), 2:1 (12.) MacDonald (Czarnik, Eichinger - PP2), 3:1 (17.) Czarnik (Zucker, Bettauer), 3:2 (37.) Hickmott (Pollastrone), 4:2 (60.) Dronia (Empty net). - SR: Brill/Sicorschi. - Strafen: RV 8, BN 10. - Zuschauer: 2211.

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