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Ein Dutzend World-Tour-Teams

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Der Anstieg zum Feldberg ist auch in diesem Jahr wieder eine der Herausforderungen des Radklassikers Eschborn-Frankfurt, der am 1. Mai stattfindet. © Imago Sportfotodienst GmbH

Frankfurt . Endlich wieder Normalität. Zuschauer an der Strecke. Weltklasse-Fahrer am Start. Und zahlreiche Nachwuchsrennen im Rahmenprogramm - die Veranstalter des Radsport-Klassikers Eschborn-Frankfurt blicken nach zwei schweren (Corona-)Jahren wieder mit Zuversicht auf die nächste Auflage am 1. Mai. »Wir haben das Ziel, das Event so umzusetzen, wie man es kennt - als Radsport-Fest«, sagt Projektleiter Matthias Pietsch voller Vorfreude.

Noch stehen die einzelnen Teams und Fahrer zu diesem frühen Zeitpunkt wie gewohnt nicht fest. Klar ist aber bereits, dass im Profirennen wieder 20 Mannschaften antreten sollen - darunter rund ein Dutzend Teams aus der Premium-Kategorie World-Tour. »Wir hoffen, die Besten wieder am Start stehen zu haben. Das werden wir glaube ich hinkriegen«, meint der Sportliche Leiter Fabian Wegmann. Positiv: Das Traditionsrennen dürfte das einzige World-Tour-Rennen sein, das am 1. Mai stattfindet.

2020 war Eschborn-Frankfurt wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, im vergangenen Jahr wurde es auf den Herbst verschoben und fand dort in abgespeckter Form statt - mit wenigen Rennen im Rahmenprogramm, aber mit einem stark besetzten Profirennen eine Woche vor der WM. »Es ist ganz wichtig, dass es für uns wieder am 1. Mai weitergeht«, betont Pietsch. Ein paar Einschränkungen gebe es noch, »da wir noch nicht wissen, wie die Behörden entscheiden. Daher entzerren wir unseren Zeitplan etwas.« Heißt: Die Rennen in den Altersklassen U 23 und U 19 finden erneut nicht statt. Neben dem 185 Kilometer langen Profirennen wird es jedoch sieben Nachwuchsrennen von den Jüngsten bis zur U 17 geben. Dazu kommen die drei gewohnten Hobbyrennen in der Velotour, für die bereits 4500 Anmeldungen vorliegen - Rekord zu diesem Zeitpunkt im März. »Das macht uns stolz und froh«, so Pietsch. Maximal seien in der Velotour etwa 6500 Teilnehmer möglich während Pandemie-Zeiten. Im Zielbereich an der Alten Oper wird es auch wieder das Laufradrennen für die Kleinsten geben. Ein Inklusions-Rennen ist ebenso geplant. Und auf dem Opernplatz soll am 30. April und 1. Mai wieder eine Ausstellung mit vielen Ständen aufgebaut werden. Fast wie immer. Schöne Normalität.

Die Veranstalter müssen sich vermutlich auch nicht mit dem Thema »russische Fahrer« befassen. Laut Wegmann wurde dem Radsport-Team Gazprom vom Weltverband UCI nun die Lizenz entzogen. Es steht offenbar vor der Auflösung. Ansonsten gibt es nur noch wenige russische Einzelfahrer in der World-Tour, die für einen Start in Frankfurt in Frage kämen. »Wir halten uns an die Vorgaben der UCI«, so Wegmann.

Sicher mit dabei sein wird wieder Lokalmatador John Degenkolb. Der inzwischen 33-Jährige aus Oberursel fährt seinen einstigen Erfolgen seit Jahren ein wenig hinterher, hat 2021 in Frankfurt mit Platz zwei aber positiv überrascht. »Keiner im Fahrerfeld kennt die Strecke so gut wie ich. Es ist ein besonderes Rennen, auch was die Aufmerksamkeit um meine Person betrifft«, sagte Degenkolb gestern. »Der eine oder andere hatte mich letztes Jahr schon abgeschrieben. Daraus habe ich eine extra Motivation gezogen.« Der Frankfurt-Sieger von 2011 unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag beim niederländischen Team DSM, das aus seinem früheren Rennstall Giant hervorging. »Es macht viel Spaß in dieser vertrauten Atmosphäre«, so Degenkolb. »Es lastet nicht mehr ganz so viel Druck auf meinen Schultern. In Frankfurt soll die Kapitänsrolle aber auf meinen Schultern liegen.« HARALD JOISTEN

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