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»Ein unfassbar starker Gegner«

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Bad Homburg (jf). So kompliziert, wie die reguläre Saison 2021/22 in der 2. Basketball-Bundesliga Süd der Damen wegen der Corona-Pandemie verlaufen ist, hat sich auch die Termin-Gestaltung für die Playoffs gestaltet.

Nun jedoch steht fest, dass die Falcons Bad Homburg zum Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 1. Liga (DBBL) am morgigen Samstag um 19.30 Uhr in der 700 Zuschauer fassenden Sporthalle am Schlossteich in Chemnitz gegen die ChemCats antreten. Die haben sich als Tabellenvierter der Gruppe Nord mit 30 Punkten aus 21 Spielen für diese Relegationsrunde qualifiziert.

»Ein unfassbar starker Gegner, der aus einem Kollektiv von jungen und ehrgeizigen Spielerinnen besteht und 40 Minuten lang hohes Tempo gehen kann«, lautet die Erkenntnis von Bad Homburgs Headcoach Jay Brown. Der hat seit Wochenbeginn den ersten Kontrahenten in den Playoffs anhand von Videos intensiv studiert und diese Erkenntnis im Training in die taktischen Abläufe integriert.

Die Damenmannschaft der ChemCats ist in der sächsischen Metropole Chemnitz im Jahr 1991 gegründet worden und ist aus der Oberliga über die Regionalliga und 2. Liga bis in die 1. Bundesliga durchmarschiert, der sie von 1997 bis 2001 sowie mit Unterbrechungen nochmals von 2006 bis 2019 angehört hat. Nach dem freiwilligen Rückzug in die 2. Liga Nord hat das stark verjüngte Team von Trainer Thomas Seltner mit ausschließlich deutschen Spielerinnen in den letzten beiden Corona-Spielzeiten die Plätze zehn und vier belegt.

Nachdem es die Falcons Bad Homburg in der Saison 2020/21 in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga bis ins Finale gegen die Rheinland Lions geschafft haben und diesmal mit 42 Punkten aus 23 Spielen ganz souverän die Meisterschaft im Süden errungen wurde, startet die Mannschaft aus dem Primodeus-Park natürlich mit großen Ambitionen in die Playoffs.

»Wir wollen weiter in der Erfolgsspur bleiben«, setzt Brown auf das enorme Selbstbewusstsein, das sich bei seinen Schützlingen durch 18 Siege in Serie aufgebaut hat. Die letzte Niederlage datiert vom 30. Oktober, als die HTG beim ASC Theresianum Mainz höchst unglücklich mit 85:88 verlor.

Bis auf die beruflich verhinderte Annika Holzschuh und drei erkrankte Spielerinnen haben die Falcons in den letzten Tagen intensiv trainieren können. Am Samstagvormittag startet der Meister der 2. Bundesliga Süd gegen 10 Uhr in Richtung des knapp 400 Kilometer entfernten Chemnitz, um die Vorbereitungen auf den Playoff-Start in aller Ruhe ablaufen lassen zu können. Direkt nach Spielende geht es dann wieder zurück in den Taunus.

Erste personelle Entscheidungen

Den Termin für das Rückspiel gegen die ChemCats Chemnitz sollten sich die Fans bereits merken: Der Anwurf erfolgt am Sonntag, 3. April, um 16 Uhr im Primodeus-Park am Niederstedter Weg.

Die Playoffs 2022 laufen zwar noch bis zum 24. April, aber bereits begonnen haben bei der HTG die Gespräche hinsichtlich der Saison 2022/23, in der die Falcons definitiv wieder in der 2. Bundesliga Süd antreten werden. Aus finanziellen und logistischen Gründen kommt ein Aufstieg in die DBBL für den Traditionsverein aus der Kurstadt zum jetzigen Zeitpunkt nämlich nicht in Frage.

In personeller Hinsicht sind drei Entscheidungen bereits gefallen. Die 33-jährige Spanierin Nerea Garmendia Odroziola wird am Ende dieser Runde ihre Karriere beenden, während die 19-jährige Annika Holzschuh und die 20-jährige Isabel Gregor für die Bad Homburgerinnen weiterhin am (Basket-)Ball bleiben. Holzschuh hat einen langjährigen Vertrag beim Motoricum der HTG unterschrieben und Gregor einen Studienplatz in der Nähe gefunden.

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