»Eine unfassbare Moral«

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Bad Nauheim (mn). Am Freitag hat Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim den Ausfall von acht Profis kompensieren müssen - und ging aber erneut als Sieger vom Eis. Tobias Wörle erzielte vor 1655 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion in der vierten Minute der Verlängerung den 2:1 (0:0, 1:1, 0:0/1:0)-Siegtreffer gegen die Eispiraten Crimmitschau. Angesichts der erneut höchst turbulenten wie unerfreulichen Begleitumstände der Trainingswoche war mit diesem doppelten Punktgewinn nicht zu rechnen.

Den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hatte Huba Sekesi erzielt (39.). Von einer »unfassbaren Moral«, sprach Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel. »Die Jungs haben sich erneut zerrissen.« Sein Trainer-Kollege Marain Bazany beklagte ein »verschlafenes Drittel« und die »insgesamt zu vielen Strafen, die wir genommen haben«. Marc El-Sayed, der Kapitän der Roten Teufel, stand am Freitag wieder im Kader, dafür reihte sich Felix Bick in die lange, teils corona-bedingte Ausfallliste ein. Das Tor hütete Philipp Maurer, der einmal mehr zu überzeugen wusste.

37 Minuten vergingen bis zum ersten Treffer. Bad Nauheim hatte nach ausgeglichenem ersten Abschnitt gerade mehr vom Spiel (Schussverhältnis nach 40 Minuten 24:14), doch übernahm der Gast die Führung. Einen Abspielfehler nutzte Andre Schietzold - Maurer war chancenlos. Die Antwort der Hausherren folgte prompt. Als Crimmitschaus Willy Ruddert nach einem Check von hinten gegen Christoph Körner fünf Strafminuten abbrummte, kombinierte Bad Nauheim sehenswert im Powerplay den Ausgleich heraus. Sekesi erzielte seinen ersten Saisontreffer. Die Roten Teufel hatten über die komplette Partie gesehen die klareren Chancen, ließen aber zu viel liegen. Der Führungstreffer wurde fünf Minuten vor Schluss durch die Powerplay-Minuten sieben bis neun auf dem Silbertablett serviert. Bad Nauheim traf aber nicht. Ein Punkt war dennoch schon als Erfolg zu sehen.

In der Verlängerung leisteten sich die Hausherren dann einen Wechselfehler, hatten während der ersten Unterzahl bange Momente zu überstehen. Gerade komplett, wurde Tobias Wörle »auf die Reise« geschickt und nutzte die Eins-gegen-eins-Situation.

Tore: 0:1 (37.) Schietzold (Lemay), 1:1 (38.) Sekesi (Mick Köhler, Pollastrone - PP), 2:1 (64.) Wörle (van Calster, Kevin Schmidt.

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