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Einmal Gold, zweimal Silber für Hochtaunus-Athleten

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Raphaella Zali (TSG Wehrheim) unterwegs über die 200 Meter. © Jens Priedemuth

Zwei Hochtaunus-Athleten landen bei den süddeutschen Junioren-Leichtathletik-Meisterschaften in den Medaillenrängen. Ein Talent der TSG Wehrheim verbessert sich.

Hochtaunuskreis (kie). Bei Julian Rubel rollt es. Der zweifache Hessen-Meister vom Königsteiner LV konnte auch auf süddeutscher Ebene komplett überzeugen.

Bei den Leichtathletik-Titelkämpfen der Altersklasse U18 im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach stellte Rubel als Sieger des dritten 60-Meter-Vorlaufs mit flotten 7,14 Sekunden gleich einmal seine Bestzeit ein und qualifizierte sich problemlos fürs Finale. Hier gelang dem KLVler dann noch eine kleine Steigerung auf die neue PB von 7,13 Sekunden, was mit der Vizemeisterschaft belohnt wurde. Der Sieg ging mit 7,06 Sekunden an Nationalkader-Sprinter Maximilian Achhämmer (TSV Schwandorf).

Im dritten von fünf Zeit-Endläufen über 200 Meter hatte Gero Andreas Fischer (MTG Mannheim) 23,10 Sekunden vorgelegt und musste dann abwarten, was in den beiden letzten Rennen geschieht. Der vierte Lauf brachte keine Veränderung an der Spitze. Das sah nach dem fünften Rennen mit den Top-Athleten dann ganz anders aus. An der Spitze war es erneut Maximilian Achhämmer, der mit 22,39 Sekunden nichts anbrennen ließ. In seinem Sog lieferte Julian Rubel mit tollen 22,57 Sekunden für die Hallenrunde den nächsten »Hausrekord« ab und sicherte sich erneut Silber. Der KLVler muss nun abwarten, ob er als jüngerer M18er bundesweit zu jenen 40 (60 Meter) beziehungsweise 24 (200 Meter) Athleten der älteren Altersklasse U20 gehört, die am Wochenende 19./20. Februar in Sindelfingen ihre deutschen Meister ermitteln.

Ebenfalls der U18 gehört Louis Buschbeck (Königsteiner LV) an, der von Kadertrainer Benjamin Stalf vorsichtig aufgebaut wurde und sich in den beiden letzten Jahren kontinuierlich steigern konnte. Nach dem dritten Platz bei den »Hessischen« (U18) und der Vizemeisterschaft der U20-HM holte sich Louis Buschbeck mit einer taktischen Meisterleistung nun »Gold« über 800 Meter auf süddeutscher Ebene. Das Rennen war aber nichts für schwache Nerven. Im ersten (und langsameren) Zeitlauf markierte Joel Börkey (TV Waldstraße Wiesbaden) als Sieger 2:01,98 Minuten. Den Favoriten im zweiten Finallauf war somit klar, was zu unterbieten war, um ganz oben aufs Treppchen zu kommen. Auf den beiden ersten von vier zu laufenden Runden wollte jedoch niemand so richtig für eine ganz flotte Fahrt sorgen. Ein typisches Meisterschaftsrennen also. Auf der dritten Runde wurde es dann etwas flotter, ehe sich Buschbeck mit einem harten Antritt am Anfang der letzten Gegengeraden an die Spitze des Feldes setzte, weiter beschleunigte und den langen Spurt bis ins Ziel brachte. Mit 2:01,01 Minuten konnte der Hessenkader-Athlet seinen bisher größten Erfolg feiern und Joel Börkey mit 0,97 Sekunden Vorsprung noch von der Spitze verdrängen. Vor Börkey schob sich mit 2:01,91 Minuten auch noch sein Bruder Luis (ebenfalls WLV). Buschbeck, der in der Halle mit 1:58,38 Minuten bundesweit aktuell die Nummer vier ist, möchte in der Freiluftsaison in Richtung 1:55 Minuten marschieren.

Raphaella Zali verbessert sich

Einzige weibliche SDM-Starterin aus der Region war in Kalbach Raphaella Zali, die dem hessischen Sprintkader angehört. Die Athletin im Trikot der TSG Wehrheim hatte in diesem Winter über 200 Meter eine Zeit von 26,96 Sekunden eingebucht. Raphaella Zali gelang nun eine Verbesserung auf solide 26,40 Sekunden. Mehr als ein zehnter Platz war damit aber nicht machbar. Um eine der begehrten Urkunden zu bekommen, diese gibt es bis zum achten Platz, wären 26,33 Sekunden nötig gewesen.

Der Sieg auf der Hallenrunde blieb bei den »Süddeutschen« in Hessen. Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal), die auch die 60 Meter gewinnen konnte, sprintete mit überragenden 24,34 Sekunden (!) auf den zweiten Rang der deutschen Bestenliste.

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