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Erstliga-Abstieg des TTC OE Bad Homburg ist besiegelt

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Lubomir Jancarik vom TTC OE Bad Homburg (rechts) muss sich dem Rumänen Ovidiu Ionescu vom Post SV Mühlhausen im zweiten Einzel in vier Sätzen mit 12:10, 8:11, 9:11 und 12:14 geschlagen geben. © Gerhard Strohmann

Nach zwei Niederlagen muss der TTC OE Bad Homburg die TTBL, die Eliteliga des deutschen Tischtennis, verlassen. Die Sonntagniederlage folgte einem unheimlichen Gesetz der Serie.

Bad Homburg (jf). Abstieg besiegelt! Nach den beiden 0:3-Niederlagen in den Heimspielen gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und den Post SV Mühlhausen steht der TTC OE Bad Homburg bereits nach dem 19. Spieltag als Absteiger aus der 1. Bundesliga der Herren (TTBL) fest.

Allerdings hat der TTC OE wie bereits vor einem Jahr nach seiner Premieren-Saison in der TTBL auch diesmal noch ein Hintertürchen offen. Sollte nämlich kein Verein aus der 2. Bundesliga sein Aufstiegsrecht aufnehmen wollen (an der Tabellenspitze steht Borussia Dortmund mit 21:7-Punkten vor Borussia Dortmund mit 19:7 und dem TV Hilpoltstein mit 17:9) könnte das Taunus-Team möglicherweise 2022/23 in seine dritte Erstliga-Runde starten.

Das Bewerbungsschreiben für eine Lizenz haben die Ober-Erlenbacher bereits eingereicht (die Frist endet jedoch erst am 28. Februar) und anschließend läuft das obligatorische Prüfungsverfahren vonseiten der TTBL. Sven Rehde, der Sportliche Leiter des TTC OE: »Diesbezüglich erhoffen wir uns Unterstützung durch die Stadt Bad Homburg, denn schließlich tragen wir als Bundesligist ganz wesentlich zum sportlichen Image bei.«

Die gestrige 0:3-Schlappe gegen den Post SV Mühlhausen folgte vor 45 Zuschauern im Wingert-Dome einem inzwischen fast schon unheimlichen Gesetz der Serie. Wie schon zwei Tage zuvor am Freitag beim 0:3 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat der TTC OE in den beiden ersten Einzeln jeweils den ersten Satz gewonnen. Statt dadurch zusätzliches Selbstvertrauen zu tanken, haben die Gastgeber anschließend allerdings jeweils glatt verloren. Benno Oehme mit 11:6, 8:11, 4:11 und 9:11 gegen den Franzosen Irvin Bertrand und Lubomir Jancarik mit 12:10, 8:11, 9:11 und 12:14 gegen den Rumänen Ovidiu Ionescu.

Nachdem auch noch Rares Sipos gegen den Österreicher Daniel Habesohn Satz Nummer eins mit 14:12 gewonnen hatte, schwante den Fans schon Schlimmes. Und in der Tat: der Mühlhausener setzte sich in fünf Sätzen durch, wobei er seinen zweiten Matchball zum 12:14, 11:5, 11:6, 7:11 und 11:3 verwandeln konnte.

TTC OE Bad Homburg - Post SV Mühlhausen 0:3 (4:9 Sätze): Oehme - Bertrand 1:3 (11:6, 8:11, 4:11, 9:11), Jancarik - Ionescu 1:3 (12:10, 8:11, 9:11, 12:14), Sipos - Habesohn 2:3 (14:12, 5:11, 6:11, 11:7, 3:11).

Am Freitagabend hatten die 120 Fans im Wingert-Dome in Ober-Erlenbach im Hessen-Derby gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell vergeblich auf eine Wiederholung des 3:2-Erfolgs des TTC OE Bad Homburg im Hinspiel am 15. September gehofft. Nach weniger als zwei Stunden beendeten die Gäste die Partie mit einem 3:0-Erfolg und wahrten damit ihre Chancen auf das Erreichen der Playoffs. Nach seiner auskurierten Bänderverletzung am rechten Fuß war der zweifache Olympiateilnehmer Lubomir Jancarik gegen Fulda zusammen mit Benno Oehme für das Doppel eingeplant. Zum Einsatz kam der 34-jährige Tscheche jedoch nicht, da die Partie schon nach den ersten drei Spielen beendet war.

Rares Sipos (gegen Quadri Aruna) und Cedric Meissner (gegen Alexandre Cassin) hatten in ihren Einzeln zwar jeweils den ersten Satz gewonnen, gingen anschließend jedoch beide mit 1:3 als Verlierer vom Tisch. Auch der erhoffte Punkt durch Benno Oehme, der Sipos noch mal an die Platte gebracht hätte, kam nicht zustande. Der 22-Jährige, der von Fulda-Maberzell zum TTC OE gewechselt war, unterlag seinem letztjährigen Mannschaftskollegen Fan Bo Meng im spannendsten Match des Abends mit 10:12, 17:15, 7:11, 11:6 und 9:11, nachdem er im Entscheidungssatz bereits mit 9:5 geführt und damit den Sieg vor Augen hatte.

»Sehr schade, dass Benno nicht auf 1:2 verkürzen, konnte, denn im Einzel von Rares Sipos gegen Cassin hätten wir eine reelle Chance auf das 2:2 und damit das Schluss-Doppel gehabt«, trauerte Sven Rehde, der Sportliche Leiter des TTC OE, den vergebenen Matchbällen von Oehme hinterher.

Die nächste Begegnung in der TTBL bestreiten die Ober-Erlenbacher am 1. März um 19 Uhr beim TTC Zugbrücke Grenzau.

TTC OE Bad Homburg - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 0:3 (4:9): Sipos - Aruna 1:3 (11:9, 8:11, 7:11, 10:12), Meissner - Cassin 1:3 (11:6, 5:11, 6:11, 9:11), Oehme - Meng 2:3 (10:12, 17:15, 7:11, 11:6, 9:11).

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