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Eschbach/Wernborn II und Hundstadt kämpfen um Klassenerhalt

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Til Rehfeuter (links) tritt mit seiner SG Hundstadt zum Abstiegskampf pur bei der SG Eschbach/Wernborn II an. © Gerhard Strohmann

Abstiegskampf pur ist angesagt, wenn am Sonntag die SG Eschbach/Wernborn II in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus die SG Hundstadt empfängt. Die Trainer analysieren die Ausgangslage.

Hochtaunuskreis . Am Sonntag herrscht in Eschbach Abstiegskampf. Wenn der Drittletzte der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus, die SG Eschbach/Wernborn II, um 12.30 Uhr das Schlusslicht SG Hundstadt empfängt, geht es für beide um viel. Die Gastgeber wollen mit einem Heimsieg zurück auf einen Nichtabstiegsplatz, während die Gäste angesichts von sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer den dritten Saisonsieg benötigen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Im Gespräch mit dem UA blicken die Trainer Kai Schroers und Simon Bartsch auf die Brisanz des Kellerderbys und ihre möglichen Erfolgsaussichten.

Beide Teams haben das letzte Spiel beziehungsweise die Generalprobe verloren. Was muss ihre Mannschaft ändern, um Erfolg zu haben?

Kai Schroers: Das Resultat gegen den FC Oberursel war leider negativ, aber jeder, der auf dem Sportplatz war, hat 90 Minuten lang ein Spiel auf Augenhöhe gesehen. Wir haben ganz viel Herzblut, Kampf und Wille reingeschmissen, aber Oberursel hatte mehr Qualität. Das war keine misslungene Generalprobe. Was ich gesehen habe, überzeugt mich, dass unsere Präsentation nicht verkehrt war. Wir müssen vielleicht noch ein Stück kaltschnäutziger vor dem Tor agieren und den letzten Pass konsequenter zu Ende spielen. Kampf und Leidenschaft waren so, wie ich mir das vorstelle.

Simon Bartsch: Gegen Steinbach war das Problem unserer Personalsituation klar erkennbar. Ab der 70. Minute wurde bei uns die Luft weniger, weil wir im Winter keine ideale Vorbereitung hatten. Da müssen wir klüger spielen, cleverer agieren. Wir haben lange geführt und die Partie im Griff gehabt. Dann hat im letzten Drittel des Spiels die Konzentration gefehlt und wir verloren. Wir waren in den letzten zehn Minuten zu weit weg von den Gegenspielern und haben Räume geöffnet, die der Gegner eiskalt ausnutzte. Die Klasse von Steinbach war ihre Effektivität. Wir müssen einfach abgezockter agieren, klüger bei der Raumaufteilung sein und mit unseren Kräften haushalten. Wir können keine 90 Minuten Powerplay gehen. Wenn wir es klüger anstellen, können wir jedem Gegner Probleme bereiten.

Das Duell ist ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf, denn beide brauchen einen Sieg, um den Anschluss an das rettende Ufer zu halten. Wie geht die Mannschaft damit um?

Schroers: Wir haben das verstanden. Das gilt nicht nur jetzt, sondern auch für nächste Woche gegen Wehrheim/Pfaffenwiesbach II. Das sind klar Sechs-Punkte-Spiele. Gegen Hundstadt müssen wir unseren Heimvorteil nutzen. Dann geht alles nach unseren Möglichkeiten. Da braucht es nicht viel Spirit für die Mannschaft. Die Jungs verstehen das und sind sich bewusst, was los ist. Wir werden so auftreten, wie es das Spiel verlangt. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass es nur ein Fußballspiel ist. Bei einer Niederlage sind wir nicht abgestiegen. Natürlich ist eine gewisse Anspannung da, aber es gibt noch genug Spiele. Im Übrigen ist das auch ein Derby. Die Tabellenkonstellation macht es so spannend. Eine gewisse Brisanz ist da, aber es gibt keine Entscheidung über den Klassenerhalt. Wir haben noch genug Chancen.

Bartsch: Es muss jetzt ein Dreier her. Alleine aufgrund der Tabellensituation ist verlieren verboten. Dennoch geht die Welt nicht unter. Wir haben keinen Druck. Aber das Duell ist noch mehr Sechs-Punkte-Spiel als alle anderen. In der Liga kann jeder jeden schlagen. Wir wollen gewinnen und bereiten uns nur auf einen Sieg vor. Im letzten Training haben wir uns extra eingestimmt. Am Sonntag in Eschbach muss es rangehen.

Beide Mannschaften haben die meisten Gegentore in der Liga kassiert. Wird am Sonntag hinten dicht gemacht oder volles Risiko gespielt?

Schroers: Mal schauen, welches Personal da ist. Verletzungen und Krankheit sorgen dafür, dass nicht alle zur Verfügung stehen. Mit einem Tor mehr haben wir gewonnen. Wir werden uns etwas einfallen lassen und dann sehen, was dabei herauskommt. Wir brauchen eine Idee. Hundstadt hat vorne im Zentrum individuelle Klasse. Aber wir haben auch genug in die Waagschale zu werfen. Am Sonntag wird man sehen, was herauskommt.

Bartsch: Es ist entscheidend, hinten erst einmal gut zu stehen. Wir bringen uns zu oft um den Lohn der Arbeit. Die Mannschaft muss eine konzentrierte Defensivleistung über 90 Minuten auf den Platz bringen. Dann kriegen wir nicht so viel Gegentore. Das ist eine Mentalitätsfrage. Für mich ist das kein qualitatives, sondern ein mentales Manko. Wir können weniger Gegentore bekommen und müssen das am Sonntag zeigen. Für den Gegner stellt sich dieselbe Frage. Wir haben genug Qualität nach vorne, aber wir müssen abgezockter agieren und cooler auf dem Platz stehen.

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