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Isabel Freese imponiert beim Louisdor-Preis für acht- bis zehnjährige Pferde mit Total Hope, einem Sohn von Totilas.

Familientradition fortgesetzt

Kronberg. Auch wenn das Frankfurter Festhallen Reitturnier wegen der Pandemie nur wie schon vor einem Jahr in einer bis auf ein Minimum abgespeckten Form und ohne Zuschauer stattfand, war es wichtig, dass in Kronberg die drei Finalserien der bekannten Dressur-Serien durchgeführt wurden.

»Natürlich kann der Schafhof die Festhalle nicht ersetzen. Wenn man in eine voll besetzte Festhalle einreitet, ist es ein unvergleichliches Gefühl. Aber ich bin mit dem Ablauf der Schafhof-Edition sehr zufrieden. Von allen Teilnehmern gab es ein positives Echo, alle waren sie glücklich, dass die drei Final-Serien nicht ausgefallen waren und sie sich mit ihren Pferden unter guten Bedingungen präsentieren durften«, sagte Turnierdirektor Matthias Alexander Rath.

Favoritensiege

Er war auch als Reiter des achtjährigen Hengstes Thiago zufrieden. Im Nürnberger Burg-Pokal für sieben- bis neunjährige Pferde, den Rath 2020 mit dem aus gesundheitlichen Gründen diesmal pausierenden Destacado gewann, belegte der Kronberger vom Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb auf dem Nachkommen von Totilas und Wahajama mit 73,878 Prozentpunkten Platz sechs. »Er war gegenüber der Einlaufprüfung vom Vortag viel ruhiger, zeigte sehr schöne Galoppaden. Bis auf kleine Unsicherheiten beim Rückwärtsrichten sowie im versammelten Schritt ging er fehlerfrei«, sagte Rath.

Den Sieg bei der 30. Auflage des Nürnberger Burg-Pokals errang, wie auch in den beiden anderen Serien, das favorisierte Paar. Mannschafts-Olympiasiegerin Helen Langehanenberg belegte mit ihren Stuten Ascenzione und Schöne Scarlett die Plätze eins und zwei. Das dänische Warmblut Ascenzione bestätigte die Vorschusslorbeeren und siegte mit herausragenden 77,268 Prozentpunkten. Dass erstmals in der Geschichte der Prüfung alle Teilnehmer Wertungen über 71 Prozent bekamen, unterstrich die Qualität der jungen Finalpferde.

Imponierend

Den Louisdor-Preis für acht- bis zehnjährige Pferde gewann ein Paar, dass sich im Nürnberger Burg-Pokal 2019 behauptete. »Er hat alle meine Erwartungen übertroffen«, lobte die Dänin Isabel Freese, Chefbereiterin aus dem Stall Schockemöhle, ihren neunjährigen Hengst Total Hope. Den Wertungsrichtern imponierte vor allem die Ausstrahlung und die Eleganz des Sohnes von Totilas aus der Werth-Goldstute Weihegold, der mit 77,540 Prozent deutlich vor Valencia As unter Fabienne Müller-Lütkemeier landete.

Im Piaff-Förderpreis-Finale für U25-Reiter setzte sich wie schon in der Einlaufprüfung am Samstag Semmieke Rothenberger aus Bad Homburg auf der elfjährigen Stute Flanell durch. Mit dem Sieg setzte die Tochter des früheren Welt- und Europameisters Sven Rothenberger eine Familientradition fort. Denn 2015 gewann diese Prüfung Semmiekes Schwester Sanneke. Platz zwei belegte Vorjahressiegerin Ann-Kathrin Lindner auf Sunfire. MICHAEL LÖFFLER

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