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Für Max Lehl ist eine Medaille Pflicht

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Julian Rubel (Königsteiner LV), der hessische U18-Meister über 60 Meter, hat auf süddeutscher Ebene am Wochenende gleich zwei Eisen im Feuer und könnte über 60 und 200 Meter eventuell Edelmetall holen. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Nachdem bei den Leichtathleten die Hessen-Meisterschaften in fast allen Klassen (nur die Schüler stegen noch aus) ausgetragen wurden, geht es nun an diesem Wochenende im Sportzentrum Frankfurt/Kalbach ein Level höher weiter. Bei den süddeutschen Titelkämpfen der Aktiven und Nachwuchsklasse U18 gehen Läufer, Springer und Techniker aus acht Landesverbänden (Baden, Bayern, Hessen, Pfalz, Rheinhessen, Rheinland, Saarland und Württemberg) an den Start.

Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten die Teilnehmerzahlen »gedeckelt« werden. So sind beim Kurzsprint lediglich 24 Starter zugelassen. In den meisten anderen Disziplinen liegt das Limit bei zwölf Startern.

Über die 60 Meter der Männer schnürt Hessenmeister Tim Kolbe seine Spikes. Der schnelle Student im Trikot der TSG Friedrichsdorf, er gehört noch der U23 an, steht mit der viertbesten Zeit von 6,90 Sekunden zeitgleich zusammen mit Milo Skupin-Alfa (MTG Mannheim) in der Meldeliste. Es ist also durchaus möglich, dass Kolbe bei der Vergabe von Bronze ein Wörtchen mitreden wird. Es wird aber spannend, denn im Bereich von 6,90 bis 6,99 Sekunden tummeln sich gleich neun Athleten. Es kommt also auf die Tagesform und einen optimalen Start auf der kurzen Sprintdistanz an.

Zu den heimischen Startern gehört auch noch Hürdenspezialist Aaron Heinz (MTV Kronberg/bisher 7,04 Sekunden). Im Stabhochsprung ist eine Medaille für Max Lehl (TSG Wehrheim) eigentlich Pflicht. Der Hessenkader-Athlet im Trikot der TSG Wehrheim meisterte im Freien bereits 5,02 Meter und überquerte in diesem Winter unter dem Hallendach 4,90 Meter. Lehl ist hinter Top-Favorit Lamin Krubally (ASV Landau/5,21 m) die Nummer zwei in der Meldeliste. Der Anspacher Gordon Porsch (Eintracht Frankfurt) möchte seinen diesjährigen Hallenwert von 4,70 Meter weiter nach oben schrauben. Im Feld der reinen Spezialisten nimmt auch Zehnkämpfer Markus Wagenleitner (Königsteiner LV) den Stab in die Hand. Er gehört im ersten Jahr der Jugendklasse U20 an und verbesserte sich jüngst auf 4,40 Meter. Der klare Favorit im Weitsprung ist Oliver Koletzko (Wiesbadener LV). Der amtierende Jugend-Europameister (2021 in Tallinn) aus Schmitten flog »drinnen« bereits auf 7,53 Meter.

Bei den Frauen geht Oliver Koletzkos ältere Schwester Viktoria (ebenfalls WLV) über 60 Meter in den Startblock. Sie ist mit 7,52 Sekunden die Nummer drei im Melde-Ranking und somit eine heiße Anwärterin auf eine der drei Sprint-Medaillen. Klare Favoritin ist Sophia Junk (LG Rhein-Wied), die mit hervorragenden 7,36 Sekunden bereits an der Norm für die Hallen-WM in Belgrad kratzte. Aus der Taunus-Region kommt noch Gianina Gartmann. Die Glashüttenerin geht ausbildungsbedingt für den SSC Bad Sooden-Allendorf an den Start und ist mit einer Vorleistung von 7,58 Sekunden eine Kandidatin fürs Sprintfinale. Über die 60 Meter Hürden hat Gartmann (bisher 8,56 Sekunden) ein weiteres Eisen im Feuer. Die U20-Jugendliche Mia Haselhorst (KLV) möchte über die Hürden ihre Bestmarke von 8,82 Sekunden weiter nach unten drücken.

Hoch hinaus möchte Stabartistin Karolin Leiacker. Die Neu-Anspacherin möchte für ihren neuen Verein USC Mainz auf ihre jüngst markierten 3,00 Meter noch ein, zwei Höhen draufpacken. Das Team der Taunus-Starterinnen komplettierten Dreispringerin Lene Maurer (KLV/5. Mit 12,16 Meter), ihre Teamkollegin Sina Moira Wiedmann (1500 Meter) sowie Jessica Penzlin (HTG Bad Homburg) mit der Kugel.

Gleich eine doppelte Chance auf Edelmetall hat in der U18 Julian Rubel (Königsteiner LV), der über 60 Meter Dritter und auf der Hallenrunde Zweiter der Meldeliste ist. Luis Buschbeck (ebenfalls KLV) ist über 800 Meter mit seinen 1:58,40 Minuten bisher der zweitschnellste Athlet und wird von Niklas Steffens (KLV) begleitet, der seine 2:03,70 Minuten weiter nach unten drücken möchte. Raphaella Zali (TSGW) ist einzige Nachwuchsathletin aus dem Kreis. Sie lief die 200 Meter in der Halle bisher in 26,96 Sekunden, möchte aber in den Bereich ihrer Freiluft-Bestmarke kommen, die mit 25,90 Sekunden über eine Sekunde schneller ist.

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