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Fußballer des FC Neu-Anspach sind auch ohne Stürmer stark

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FC Neu-Anspach II: Kapitän Daniel Adam (5) und Maiwand Djamshedzad (rechts) hatten oft Grund zum Jubeln. © Gerhard Strohmann

Winterbilanz der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus (Teil 1): Der FC Neu-Anspach II ist zur Winterpause bestes Team des Usinger Landes. Und das trotz eines Handicaps.

Neu-Anspach (anr). Die Fußballer des FC Neu-Anspach II sind Tabellenvierter der Kreisoberliga Hochtaunus und damit zur Winterpause das beste KOL-Team des Usinger Landes.

Trotz großer Personalfluktuation zeigte die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt erstaunliche Konstanz und etablierte sich früh in der Saison als erster Verfolger des Spitzentrios. Lediglich drei Saisonniederlagen, die beste Abwehr der Liga auswärts und zuletzt fünf Spiele ohne Niederlage unterstreichen die Stärke der besten Reserve-Mannschaft des Hochtaunuskreises.

Ohne Stürmer

»Das ist ein verschworener Haufen, der mit Wille, Einsatz und Kameradschaft als Team funktioniert«, macht Schmidt seinen Mannen ein großes Kompliment, dass sie die dauerhaft schwierige Personallage nicht als Ausrede genommen, sondern sie akzeptiert und Charakter gezeigt haben. Am zweiten Spieltag gegen den FC Oberstedten fehlten bereits neun Akteure des 21 Spieler zählenden, eigenständigen KOL-Kaders. Mit den Langzeitverletzten Caglayan Karagöz, Ersin Kaya fehlten von Beginn an zwei Torjäger und nach dem frühen Ausfall von Sean Peterson stand fast die komplette Abteilung Angriff in der gesamten Vorrunde nicht zur Verfügung.

Unter diesen Umständen ist der Übungsleiter froh über die Winterpause. Denn neben kompletter Regeneration will der FC-Coach das Team auch in taktischer und spielerischer Hinsicht neu justieren. Angesichts der Personalfluktuation sei bislang während der Runde kein spezifisches Training möglich gewesen. »Wir haben mit einem super Zusammenhalt das Beste daraus gemacht und unser Potenzial gezeigt«, bilanziert der Übungsleiter eine gute Platzierung im Vergleich zu den Top-Teams Teutonia Köppern und SG Ober-Erlenbach, welche zu Recht die Meisterschaft unter sich ausmachen würden. Ab Platz drei sieht Schmidt eine Liga, in der jeder jeden schlagen könne. »Es gibt kein Kanonenfutter und deswegen müssen wir bereit sein, jede Woche unsere Qualität zu zeigen.« Wenn seine Elf über 90 Minuten nicht alles gebe, bekomme sie Probleme.

Der nächste Entwicklungsschritt für seine Nachwuchself sei es, immer über die gesamten 90 Minuten überzeugend zu agieren. Schließlich sieht der Trainer in 40 Treffern bei 16 Spielen trotz einer Vielzahl von Chancen Defizite in der Chancenverwertung. »Wir hatten keinen klassischen Torjäger zur Verfügung und mussten ständig umstellen«, hofft das FC-Lager auf die Rückkehr von Karagöz und Kaya 2022. Darüber hinaus möchte der Übungsleiter mit verschiedenen, eingeübten Spielsystemen wieder flexibler auf die Gegner reagieren.

Das habe die Mannschaft stark gemacht und gehöre zur taktischen Weiterentwicklung der jungen Spieler.

»Wir können gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren«, gilt beim FC Neu Anspach II für die Rückserie das Erreichen des dritten Platzes als sportlicher Ansporn. Fehlende Reife und Konstanz im Vergleich zu den Spitzenteams Köppern und Ober-Erlenbach soll so gut wie möglich wettgemacht werden.

Als einen entscheidenden Pluspunkt gerade in den schwierigen Zeiten der Pandemie mit erhöhtem Verletzungsrisiko wegen fehlender Vorbereitung sieht man beim FC Neu Anspach II den regelmäßigen Austausch zwischen erster und zweiter Mannschaft an: »Wir sind keine klassische 1b-Mannschaft, sondern arbeiten Hand in Hand in einem gut geführten Verein«, würdigte Schmidt zum Abschluss beim FC vorbildliches Miteinander gerade im Zeichen der Pandemie.

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