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Gelingt der Wurf in die erste Liga?

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Pitcher und langjähriger Jugendtrainer: Fabian Fermin Hernandez (Bad Homburg Hornets). © Gerhard Strohmann

Bad Homburg . Vor diesem »Hornissen«-Schwarm sollten die Baseballteams aus der 2. Bundesliga Süd-West Obacht geben. Denn die Bad Homburg Hornets haben sich weiter verstärkt und ihre Ambitionen unterstrichen, 2022 den Titel in dieser Spielklasse holen zu wollen - und dies mit lateinamerikanischer Würze.

Von Süd-Ost-Zweitligist Ingolstadt Schanzer wechselte Ernesto Fuasch Marquez (32) zu den Hornets. »Ernesto ist ein starker Schlagmann und wird das Niveau auf jeden Fall anheben, er ist eine Bereicherung«, sagt der neue Trainer Arlen Barrera über seinen kubanischen Landsmann. Beim Bundesligisten Ulm Falcons arbeiteten beide schon zusammen. Nach der Station bei den Schwaben zog es Fuasch Marquez zu Zweitligist München Caribes, ehe der Outfielder zum bayerischen Rivalen ging.

Zugleich begrüßen die Homburger einen Rückkehrer im Sportzentrum Nord-West. Bismark Cabrera (34), ebenfalls Kubaner, spielte bereits 2016 und 2017 für die Hornets. »Er ist ein Topspieler«, konstatiert Barrera. Nach einem Intermezzo bei den Frankfurt Eagles war der Infielder (1. Base) von 2019 bis 2021 für Hünstetten Storm aktiv. Er ist damit der vierte Spieler nach Martin Portuondo (33), Jorge Moreno (36) und dem ebenfalls erfahrenen Virgilio Fabel Fernandez, den Barrera vom Ligarivalen Hün-stetten in die Kurstadt lotste.

Die Wortwahl der beiden neuen Spieler unterscheidet sich ein wenig - aber die Zielrichtung ist eindeutig. »Ich denke, wir haben die Qualität und das Potenzial, um Meister zu werden. Wenn wir Spieler es schaffen, uns gut einzufügen, können wir spätestens 2023 um einen Platz in der 1. Bundesliga kämpfen«, sagt Cabrera. »Das Hauptziel ist, in die 1. Baseball-Bundesliga aufzusteigen und meine Zahlen aus der letzten Saison zu verbessern, um so zu jedem Sieg und zum Gewinn der 2. Bundesliga beizutragen«, führt Fuasch aus.

Trainer Barrera hält den Aufstieg durchaus in diesem Jahr für realisierbar. In den Neuenburg Atomics und Saarlouis Hornets sieht er lediglich zwei Clubs, die das sportliche Format und auch die Ambitionen haben, die höchste Spielklasse anzusteuern. Nach den Verpflichtungen der beiden Kubaner seien die Aktivitäten abgeschlossen, sagt Barrera: »19 Spieler sind im Kader.« Chancen werden auch drei, vier Junioren erhalten. Das passt zum langjährigen Nachwuchstrainer Barrera und der Taunus Baseball Academy (TBA).

Wer die Möglichkeit erhält, in der 2. Bundesliga zu werfen und schlagen, entscheidet sich nach den Testspielen. Vier Duelle hat Barrera arrangiert, durchweg gegen Erstligisten. Am Mittwoch, 9. März, gastieren die »Hornissen« bei den Mainz Athletics. Eine Woche später gibt es ein weiteres Flutlichtspiel - bei den Mannheim Tornados. Am Sonntag, 20. März, folgt in Tübingen der Vergleich mit den Hawks, ehe zum Abschluss auf heimischem Terrain die Stuttgart Reds empfangen werden. Nach einer Pause am ersten April-Wochenende gibt es den First Pitch in der Zweiten Bundesliga am Sonntag, 10. April, gegen Neuenburg.

Große Ehre

In der Woche nach Ostern stehen dann auch zwei Bad Homburger Nachwuchsspieler im Blickpunkt. Gerrit Hofmann und Henrik Hölle (beide Jahrgang 2008) gehören dem 15er-Kader der Deutschen Baseball-Akademie (DBA) für das europäische Qualifikationsturnier zur PONY World Series in den USA an. Das Akronym PONY steht für Protect Our Nation’s Youth. Jenes Quali-Turnier findet vom 20. bis 24. April in Prag statt. »Da kommen nur die Besten hin, die Teilnahme ist gut für ihre Entwicklung«, sagt Fabian Fermin Hernandez, Hornets-Vize, Jugendtrainer und Leiter der Taunus Baseball Academy. Nur ein Club, die Raubritter Schriesheim, stellt mehr Teilnehmer.

Die Nominierung von Hofmann und Hölle belegt die ambitionierte Nachwuchsausbildung in Bad Homburg. »Wir arbeiten viel daran«, sagt Fermin Hernandez, weitere Talente zu finden und zu formen. Doch dies hat auch eine Schattenseite. Andere Vereine, so Fermin Hernandez, bekunden Interesse an Talenten. Zuletzt zog es Cesar Gabriel nach Paderborn. Im Ostwestfälischen gibt es nicht nur einen Akademie-Stützpunkt, sondern auch einen arrivierten Bundesligisten, der nach Rekordmeister Mannheim Tornados (11) die meisten nationalen Titel gewann (6). Stefan Fritschi

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