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Gelungenes Gipfelsturm-Comeback

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Start frei: Es wird wieder gelaufen; knapp 200 Athleten machen sich beim 31. Feldberglauf an der Oberurseler Hohemark auf den Weg zum höchsten Taunus-Gipfel. © Jens Priedemuth

Sammy Schu gewinnt den attraktiven Feldberglauf mit 200 Teilnehmern vor Arvid Lösel vom TV Oberstedten.

Hochtaunuskreis (kie). Ein rundum gelungenes Comeback feierte nach zweijähriger Corona-Zwangspause der Feldberglauf der TSG Oberursel. Knapp 200 Teilnehmer hatten sich an der Startlinie vor den Toren der Frankfurt International School eingefunden, um die 9700 Meter hinauf auf den höchsten Taunusgipfel im Angriff zu nehmen. Unterwegs galt es dann noch stramme 585 Höhenmeter zu bewältigen. Bestens gelang dies Sammy Schu (LTF Marpingen).

Der Saarländer ist kein unbeschriebenes Blatt, wenn es hoch hinaus geht. Als Nachwuchsläufer mischte er in der Juniorenklasse bei den nationalen Berglauf-Meisterschaften vorne mit. Mittlerweile ist er 29 Jahre alt, startet ab und zu auch im Triathlon oder Langstreckenrennen. Beim Gipfelsturm im Taunus setzte sich Schu (Hauptklasse) mit starken 40:57 Minuten durch.

Ein sportliches Ausrufezeichen aus lokaler Sicht setzte ein Youngster im Trikot des TV Oberstedten. Arvid Lösel, der jüngst bei den Hessischen Langstrecken-Meisterschaften in Erbach (2. über 5000 Meter auf der Bahn/der UA berichtete) gefiel, überzeugte nun auch im heimischen Wald mit 41:40 Minuten als Gesamtzweiter und einem überlegenen Altersklassensieg in der Jugendwertung der U20.

Rund einen Kilometer vor dem Gipfel sah es noch so aus, dass Platz drei in der Gesamtwertung auch im Taunus bleibt. Michel Geißler (TSG Wehrheim) fehlten dann aber am letzten Anstieg kurz vor dem Ziel die nötigen Körner. So komplettierte Mike Schmidt (TV Wetzlar) mit 44:21 Minuten (1. M35) das Podium der top drei.

Der TSGler war letztendlich 18 Sekunden länger unterwegs und konnte sich mit Silber in der M20 trösten. In den Kreis der zehn schnellsten Gipfelstürmer konnte dann nur noch ein Athlet vorstoßen. Tim Schrader (Bergwacht Großer Feldberg) nutzte den Heimvorteil und erkämpfte sich mit 47:13 Minuten (6.) die Goldmedaille im Lager der M30er. Ludwig Burger (Oberursel/13.) war mit 49:42 Minuten bester Senior der M45. Über Bronze konnten sich in ihren Klassen Jonas Ried (TSG Oberursel/54:51 min./M40), Gerrit Löw (Oberursel/55:11 min./M30), Martin Veit (Oberursel/56:49 min./M45) sowie Hans-Peter Schliemann (MTV Kronberg/58:42 min./M55) freuen.

Im Feld der Frauen gab es einen Dreifach-Triumph für die starken Langstrecklerinnen von Spiridon Frankfurt. Hier machte Hanna Rühl (W35) mit flotten 52:52 Minuten den Anfang.

In ihrem Schlepptau erreichten die Teamkolleginnen Gabi Baltruschat (2. W35/55:14 min.) und Jamie Obier (1. W30/56:32 min.) das Ziel am Fuße des Fernmeldeturms.

Unter der begehrten Ein-Stunden-Marke blieb noch die vereinslose Wehrheimen Claudia Lölkes (1. W20) mit 57:56 Minuten. Katrin Ohme (Friedrichsdorf/2. W60) fehlten sieben Sekunden zu einer Endzeit mit einer Fünf vor dem Komma. Prisca Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten) trug sich nach 60:33 Minuten in der W50 in die Siegerinnen-Liste ein.

»Das war wirklich ein gelungenes Comeback. Wir sind wirklich zufrieden mit dem Neustart. Auch die Organisation lief rund. Wir sind ja ein recht kleines Team, dass mit nur ungefähr 25 Helfern eine solche Großveranstaltung stemmt. In kleiner Runde gab es jetzt auch schon einmal Gedankenspiele, am 12. Juni den Brunnenfest-Lauf wieder aufleben zu lassen«, so Orga-Leiter Christian Spaich. Die komplette Ergebnisliste ist im Internet unter www.feldberglauf.de abrufbar.

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