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Große Reboundstärke

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Die US-Amerikanerin Elizabeth Klinker (Nummer 33) und die Falcons Bad Homburg haben die Tür zum Playoff-Finale mit dem Sieg in Opladen weit aufgestoßen. © Gerhard Strohmann

Opladen (jf). Die Falcons sind in dieser Saison offenbar nicht mehr zu stoppen! Das Halbfinal-Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 1. Basketball-Bundesliga der Damen hat die HTG Bad Homburg am Samstag bei den Opladen Hawks nämlich klar und deutlich mit 61:40 (33:16) gewonnen.

Nur 101 Punkte bei diesem Duell zwischen dem Gruppenzweiten der 2. Liga Nord und dem Meister der Gruppe Süd sagen einiges darüber aus, wie umkämpft die Partie in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums gewesen ist.

»Die Schiedsrichter haben das Spiel weitestgehend laufen lassen, sodass es 40 Minuten lang zu einer sehr kampfbetonten Begegnung gekommen ist«, hatte Falcons-Coach Jay Russell Brown eine Erklärung dafür parat, dass es nach dem ersten Viertel 18:9 für die Gäste stand, die diese bis zur Pause auf 33:16 ausbauen konnten. Über 48:32 (30.) und 57:35 (35.) entwickelte sich das Ergebnis bis zu einem in dieser Höhe zuvor nicht erwarteten 61:40-Erfolg.

»Wir haben von allen Positionen überdurchschnittlich gut getroffen, während Opladen diesbezüglich sicherlich nicht die gewohnte Leistung gebracht hat«, sah sich Brown in der von ihm gewählten Taktik bestätigt und freute sich über die tolle Verfassung seines Teams, das am Samstag bereits den 21. (!) Sieg in Serie seit Ende Oktober 2021 feierte.

Dadurch steht nun nach dem Erfolg mit 21 Punkten Vorsprung die Tür ganz weit offen für das erneute Erreichen des Playoff-Endspiels, in dem die HTG im Mai vergangenen Jahres gegen die Rheinland Lions das Nachsehen hatte.

Zunächst aber muss man im Rückspiel bestehen, in dem die Falcons am Ostersamstag um 16.30 Uhr das BBZ Opladen im Primodeus-Park erwarten. Nach den Gala-Vorstellungen in den letzten Heimspielen darf eine »volle Hütte« erwartet werden, denn mit derart spektakulären Damen-Basketball wie gegen die ChemCats Chemnitz oder den ASC Theresianum Mainz ist das Bad Homburger Publikum in den letzten Jahre nicht allzu oft verwöhnt worden.

Der glatte Erfolg am Samstag hatte viele Gründe. Erstens leisteten sich die Gäste aus dem Taunus zu keinem Zeitpunkt eine Schwächephase, sondern zogen ihren Rhythmus in allen Vierteln (18:9, 15:7, 15:16, 13:8) auf hohem Niveau durch. Zweitens profitierten sie -wie erhofft- von ihrer außergewöhnlichen Rebound-Stärke (45 Ballgewinne gegenüber 28 des BBZ) und drittens hatten sie mit Franziska Worthmann eine Spielerin in ihren Reihen, die an diesem Nachmittag den Unterschied ausmachte. »Franzi«, die in ihrer Zeit bei den Neuss Tigers schon des öfteren mit den Opladen Hawks die Klingen gekreuzt hat, verzeichnete in ihren knapp 27 Minuten Einsatzzeit mit 23 Punkten einen persönlichen Rekord im HTG-Trikot, traf dabei sechs (!) von 12 »Dreiern« und kam auf einen Effektiv-Wert von 30.

Im zweiten Halbfinalspiel der Playoffs 2022 haben die Rhein-Main Baskets am Samstag gegen ALBA Berlin in der Georg-Sehring-Halle in Langen mit 70:84 (24:39) verloren. Das Rückspiel findet am Karfreitag um 14.30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin statt.

Falcons Bad Homburg: Worthmann (23/6), Gregor (14/1), Garmendia Odroziola (10), Klinker (8), Johnston (4), Georgieva (2), Holzschuh, Brüning, Sagerer.

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