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Großer Wurf zur EM-Norm

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Geschafft! Milina Wepiwe (TSG Wehrheim) strahlt über das ganze Gesicht. Beim Abendmeeting in Darmstadt knackt die U18-Athletin mit tollen 46,33 Metern die Diskus-Norm für die Jugend-Europameisterschaften in Jerusalem und verbessert dabei auch noch ihren eigenen Kreisrekord. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Na also, es geht doch. Was sich in den vergangenen Wochen im Training bereits abzeichnete, klappte jetzt endlich auch im Wettkampf. Milina Wepiwe fand nach zwei eher unglücklichen Wettkämpfen zum Saisoneinstieg wieder zurück in die Erfolgs-Spur.

Beim Abendmeeting in Darmstadt gelang der Technikerin im Trikot der TSG Wehrheim der »große Wurf«. Im vierten Durchgang flog der ein Kilogramm schwere Diskus der U18-Athletin auf hervorragende 46,33 Meter. Damit knackte Milina Wepiwe sicher die Norm für die Jugend-Europameisterschaften (4. bis 7. Juli) in Jerusalem und verbesserte zudem ihren eigenen Kreisrekord, der von den hessischen Winterwurf-Meisterschaften bei 45,34 Metern notierte. Wepiwe rückte mit ihrer Weite nun auch ein Stück näher an ihre hessische »Diskus-Kollegin« Curly Brown ran. Die Eintracht-Athletin ist sogar noch ein Jahr jünger und führt mit 48,87 Metern das Ranking der U18 in Deutschland an.

»Jetzt geht es an das Stabilisieren der Technik. Zudem wollen wir etwas mehr Konstanz in die erzielten Weiten bringen. Da sind wir aber auf einem guten Weg«, so Wepiwe-Coach Adrian Ernst. Er hatte im Bürgerpark-Stadion« noch eine weitere Athletin am Start. Vanessa Wallisch gewann zwar die Wertung der Frauen, war mit ihren 41,44 Metern jedoch überhaupt nicht zufrieden.

Max Lehl wird besiegt

Die Lehl-Brüder nahmen an gleicher Stelle den Stab in die Hand. Max stieg bei den Männern mit 4,61 Metern in den Wettkampf ein und meisterte diese Höhe auf Anhieb. Auch die dann aufgelegten 4,71 Meter, 4,81 Meter sowie 4,91 Meter klappten auf Anhieb. Dann sollte es über die 5,01 Meter gehen, was an diesem Abend aber noch zu hoch war. Etwas überraschend musste sich Stab-Spezialist Max Lehl einem Zehnkämpfer geschlagen geben. Lokalmatador Dennis Hutterer vom ausrichtenden ASC Darmstadt flog bei jenen 5,01 Metern über die Latte und holte sich damit den Tagessieg. In Summe absolvierte Hutterer 14 kräftezehrende Sprünge, da es bei ihm oft erst im zweiten oder dritten Anlauf klappte.

Svensson gewinnt

Auch Nick, der jüngere der Lehl-Brüder, war im Einsatz. Der U20er gab seinen Einstieg in die Freiluftsaison und siegte mit eher steigerungsfähigen 4,01 Metern. Das war auch die Einstiegshöhe des Wehrheimes, der dann die 4,11 Meter ausließ und bei 4,21 Metern die Segel streichen musste.

Im Rahmen der deutschen Langstrecken-Meisterschaften, der UA berichtete, gab es in Pliezhausen noch ein internationales Läufer-Meeting. Hier gewann die Bad Homburgerin Amelie Svensson (LG Region Karlsruhe) mit 6:30,54 Minuten problemlos die Frauenwertung über 2000 Meter Hindernis vor Kerstin Schulze-Kalthoff (LG Münster/6:37,42 min.).

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