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Halbfinal-Tür steht offen

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Topscorerin der Falcons Bad Homburg: Elizabeth »Lizzy« Klinker. © Gerhard Strohmann

Bad Homburg (jf). Weit offen steht für die Basketballerinnen der Falcons Bad Homburg die Tür zum Halbfinale der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga, denn im Hinspiel der Playoffs hat es am Samstagabend bei den ChemCats Chemnitz einen 65:62-Erfolg gegeben.

Dadurch hat sich das Team von Headcoach Jay Russell Brown mit dem 19. Sieg in Serie seit dem 30. Oktober 2021 vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr im Primodeus-Park eine hervorragende Ausgangsposition verschafft.

»Es ist die von uns erwartete schwere Aufgabe gewesen und nur wegen der ersten Hälfte, in der wir das Spiel kontrolliert haben, hat es schließlich zu einem knappen Sieg gereicht«, atmete Brown nach der Partie in der Sporthalle am Schlossteich erst einmal tief durch.

Eine Garantie für’s Weiterkommen im Rahmen der Aufstiegsrunde ist der knappe Erfolg noch lange nicht, denn im Rückspiel dürfen sich die Bad Homburgerinnen am Sonntag eine Niederlage mit maximal zwei Punkten leisten, wenn sie - wie im Vorjahr - ins Halbfinale einziehen wollen.

Angeführt von einer herausragenden Elizabeth Klinker hatten sich die Falcons in Chemnitz nach dem ersten Viertel eine 18:14-Führung erarbeitet und lagen bis zur Pause mit 36:24 vorn. Die 25-jährige US-Amerikanerin, die bereits in den 23 Spielen der regulären Zweitliga-Saison in der Gruppe Süd auf einen Punkteschnitt von 18,6 Punkten gekommen und damit beste Spielerin im HTG-Kader war, erreichte in Chemnitz 22 Punkte. Darüber hinaus schaffte sie mit zehn Rebounds (sieben davon unter dem eigenen Korb) ein »double double«!

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeberinnen noch mal ihre Schlagzahl und kamen nach einem 43:53-Rückstand vor Beginn des letzten Viertels bedrohlich nahe an den Meister der 2. Liga Süd heran. »In der Schlussphase haben wir jedoch die Nerven bewahrt und den knappen Vorsprung ins Ziel gebracht«, lobte Brown die mentale Stärke seines Teams, das auch in Sachsens Metropole einmal mehr als kompakte Einheit aufgetreten war.

Für die aggressive Kompaktheit beider Abwehrreihen spricht die Tatsache, dass trotz des hohen individuellen Niveaus hüben wie drüben nur sieben von 34 »Dreiern« den Weg in den gegnerischen Korb gefunden haben. Die Falcons verbuchten vier Treffer bei 18 Versuchen und bei den ChemCats waren es drei bei 16 Versuchen.

Obwohl die Bad Homburgerinnen nur zu neunt antreten konnten, hatten sie in der Schluss-Phase des Playoff-Hinspiels hinsichtlich der Physis einen Vorteil. Sicherlich ein Verdienst des breiten Kaders, denn Brown konnte häufig rotieren und alle Spielerinnen kamen deshalb in Chemnitz auf eine Einsatzzeit zwischen 11:31 und 36:07 Minuten. Die Leistungsträgerinnen Elizabeth Klinker, McKenzie Johnston und Nerea Garmendia Odroziola standen dabei jeweils mehr als eine halbe Stunde auf dem Feld.

In dieser Trainingswoche steht die genaue Analyse der Videos vom Hinspiel im Blickpunkt, damit der Matchplan ebenso wie in der ersten Halbzeit in Chemnitz wieder aufgeht.

Die Ergebnisse der übrigen drei Hinspiel-Begegnungen im Rahmen der Playoffs 2022: Eintracht Braunschweig - Rhein-Main Baskets 61:59, QOOL Sharks Würzburg - BBZ Opladen 46:54 und DJK Don Bosco Bamberg - ALBA Berlin 56:67.

HTG Bad Homburg: Klinker (22), Worthmann (12/2), Johnston (10/1), Georgieva (6), Garmendia Odroziola (6), Gregor (5/1), Brüning (2), Holzschuh (2), Sagerer.

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